Kinder der städtischen Kita „Schloss Einstein“ stellten ihr Lehmbauprojekt vor, das beim bundesweiten Wettbewerb „Forschergeist 2018“ den NRW-Landessieg errungen hat. (Foto: Stadt Iserlohn)

Iserlohn. Die städtische Kindertagesstätte „Schloss Einstein“ ist mit ihrem Projekt „Lehmbau – Kinder an den Matsch“ Landessieger beim bundesweiten Wettbewerb „Forschergeist“ geworden. Dieser wurde von der Deutschen Telekom-Stiftung und dem „Haus der kleinen Forscher“ initiiert, um in den Kindertageseinrichtungen die Bildung in den Mintbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu fördern. Aus den bundesweiten Bewerbungen wurde pro Bundesland ein Landessieger ausgewählt.

Große Freude herrschte daher am Dienstag, 20. März, bei Kita-Leiterin Dagmar Schlinkbäumer und ihrem Team und besonders bei den Kindern, als sie bei einem Pressegespräch im „Schloss Einstein“ von ihrem großen Erfolg berichten konnten und ihr siegreiches Projekt vorstellten.

Umbau als Inspiration

Das Projekt „Lehmbau – Kinder an den Matsch“ entstand, als die Kinder bei einem Anbau an das Kita-Gebäude in der Baugrube auf unterschiedliche Lehmschichten aufmerksam wurden. Dies war der Auftakt zum Forscherprojekt Lehmbau. Die Kinder haben die Eigenschaften des Lehms untersucht, eigene Lehmbauten errichtet, mit Lehm gematscht, Lehmfarben hergestellt und einen funktionstüchtigen Lehmofen gebaut. Sie fanden heraus, woraus Lehm gemacht wird, warum sich Lehmmasse verändert, wie ein Lehmofen funktioniert und warum er nicht brennt, obwohl er mit Stroh gemacht wird. Erweitert wurde das Projekt durch Experimente zu den Themen „Feuer“, „Vom Korn zum Brot“ und einem „Mona Lisa“-Projekt (Farben selber herstellen).

Jury beeindruckt

Die Jurymitglieder des Bundeswettbewerbes zeigten sich beeindruckt darüber, wie die Kita freies Ausprobieren und gezieltes Erproben, Handeln und Reflektieren miteinander verbindet. Ein besonderes Highlight sahen sie darin, dass Erfahrungen von Familien mit Fluchterfahrung in das kreative Projekt konstruktiv eingebunden wurden.

Für den Landessieg erhält die Kita „Schloss Einstein“ ein Preisgeld von 2.000 Euro. Am 3. Mai wird das „Forschergeist Mobil“ die Einrichtung besuchen und den Preis überbringen.

Am 6. Juni werden dann aus allen sechzehn Landessiegern fünf Bundessieger gekürt. Zwei Mitarbeiterinnen von „Schloss Einstein“ werden die Einrichtung bei der Bundespreisverleihung in Berlin vertreten. Sollte die Kita zu den Bundessiegern gehören, gibt es ein weiteres Preisgeld, dann in Höhe von 3.000 Euro.