Iserlohner Friedensmahner

Iserlohn. (as) Der Konflikt in der Ukraine gärt. Nach 50 Tagen des Schreckens herrscht zwischen Israel und Gaza ein bröckeliger Waffenstillstand. In Syrien und dem Irak zittern Menschen angesichts der Gräueltaten der IS-Terrorgruppe. Vielerorts regieren Hass und Gewalt. Oft sind sie religiös motiviert. Umso wichtiger und bedeutender ist eine Geste, die am vergangenen Mittwoch, 27. August 2014, in Iserlohn vollzogen wurde.

In Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens enthüllten Vertreter des Runden Tisches der Religionen direkt vor dem Rathaus den „Friedensmahner“. Dabei handelt es sich um eine 2,40 Meter hohe Stele aus Eichenholz und gestaltet vom Iserlohner Künstler und Kunsttischler Konrad Horsch. In acht Sprachen sind darauf die Worte zu lesen: „Frieden auf Erden“.

Frieden, Verständigung und gute Nachbarschaft sind möglich. Das beweist der Runde Tisch der Religionen in Iserlohn immer wieder. Denn genau hier wurde die Idee, den „Friedensmahner“ aufzustellen, geboren. Gemeinsam haben sich evangelische und katholische Kirche, muslimische Gemeinden, Jüdische Gemeinde Hagen, Hindus, Bahais, Griechisch-Orthodoxe Gemeinde und Integrationsrat der Stadt Iserlohn für dieses Mahn- und Denkmal eingesetzt. Gemeinsam sagen sie mit dem „Friedensmahner“ Stopp zu Gewalt, Verleumdung und Hetze.

„Wer Frieden will, muss ihn verbreiten“, sagte Superintendentin Martina Espelöer, die bei der Einweihung für alle Beteiligten des Runden Tisches der Religionen sprach. „Der Dialog ist durch nichts zu ersetzen.“ Sie sprach ihre Hoffnung aus, dass sich „die Geschichte und die Geschichten der jeweils anderen in unseren Herzen niederlassen“.

„Mit dem Friedensmahner setzen wir ein Zeichen – auch gegen die Gleichgültigkeit“, formulierte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Er hofft auf die „friedliche Strahlkraft“, in aller Welt, aber auch daheim. „Gemeinsam eine Stadt – gemeinsam für Iserlohn“ gelte es zu handeln. Denn: Nur ein friedliches Miteinander und Respekt voreinander könne eine Gemeinschaft ermöglichen.