Iserlohner Höhlenbärchen soll Carlchen heißen

Iserlohn. Es war 1869, als Professor Dr. C. Fuhlrott als erster eine „Beschreibung und Plan der prachtvollen Dechen-Höhle“ veröffentlichte, die im Jahr zuvor erst entdeckt worden war. Fuhlrott, der bereits 1856 den Neandertaler gefunden hatte, untersuchte nun auch die Dechenhöhle nach menschlichen Überresten, fand aber nur haufenweise Tierknochen. Das „C.“ im Namen steht für Carl. Ihm zu Ehren soll das kuschelige Höhlenbärchen Carlchen heißen.

Über 150 Namensvorschläge waren beim Stadtmarketing eingegangen und die Jury aus Museumsleiter Dr. Stefan Niggemann, Stadtmarketingleiter Martin Bußkamp und Mediengestalterin Jana Brenscheidt hatte die Qual der Wahl. Viele Vorschläge griffen den Namen der Höhle („Dechi“) oder der Stadt („Isi“) auf, doch letztendlich machte ein Name mit historischem Bezug das Rennen. Heinrich (von Dechen) kam nicht zum Zug, da es andernorts bereits eine Heinrichshöhle gibt und Elmar (Hammerschmidt) ist bereits an den Höhlengeist vergeben.

Gleich zwei Einsendungen bezogen sich auf den ersten Erforscher der Höhle und das konnte die Jury überzeugen. Andre Lemke und Daniela Rabuske dürfen sich auf eine exklusive Höhlenführung mit Dr. Niggemann freuen. Außerdem ist gar nicht unbedingt gesagt, dass der Höhlenbär keine Bärin ist und bei diesem Namen kann jeder selbst entscheiden, ob er mit Carlchen als Carl oder Carla kuscheln möchte.

Die Bären mit dem leuchtenden Halsband sind im Museumsshop an der Dechenhöhle und in der Stadtinformation am Stadtbahnhof erhältlich.