Iserlohner Klassiker-Festival bekommt ein gute Prise „Sauerland“

Thomas Kirchhoff (links) freut sich mit Gerd Schäfer von den Museen Iserlohn auf die elfte Auflage des „Draht-Saiten-Akts“. Der bunte musikalische Klassik-Mix verspricht wieder einen Abend der Extraklasse. (Foto: Heiko Cordes)

Thomas Kirchhoff (links) freut sich mit Gerd Schäfer von den Museen Iserlohn auf die elfte Auflage des „Draht-Saiten-Akts“. Der bunte musikalische Klassik-Mix verspricht wieder einen Abend der Extraklasse. (Foto: Heiko Cordes)

Iserlohn. (hc) Die malerischen Kulissen der historischen Fabrik-Anlagen Maste-Barendorf gepaart mit klassischen Klängen bekannter Musiker – das ist erneut der Rahmen des Klassik-Festivals „Draht-Saiten-Akt“. Am Sonntag, 3. September, wird ab 14.30 Uhr in das beschauliche „Dörfchen“ am Baarbach geladen. Gitarrist Thomas Kirchhoff und Gerd Schäfer von den Museen Iserlohn ist es wieder gelungen ein hochkarätiges Aufgebot in die Waldstadt zu „locken“.
21 Künstlerinnen und Künstler sind der Einladung der Organisatoren gefolgt. Die besondere Location und das besondere Format sind einmal mehr ein Trumpf in der Hinterhand gewesen.
So spielt Marimbaphonsit Simon Roloff bereits zum elften Mal in Barendorf. Gemeinsam mit seiner Partnerin Greta Schaller (Saxophon) ist er eines der „geheimen“ Highlights für Kirchhoff.
Es gibt Zoff: Hänsch kommt
Ein Geheimnis wurde auch über einen bekannten Debütanten gemacht. Reiner Hänsch, Frontmann der Gruppe „Zoff“ wird drei Auftritte geben und mit seiner musikalisch, humorigen Darbietung sicherlich die Stuhlreihen bis zum letzten Platz füllen. „Durch seinen Iserlohner ‚Welthit‘ Sauerland, kennt ihn einfach jeder“, erklärt Kirchhoff.
Wer an einem DEL-Spieltag an der Iserlohner Eishalle vorbeifährt, der bekommt „Sauerland“ sicherlich mindestens einmal aus viertausend Kehlen entgegengeschmettert. Es ist eine Hymne für das Sauerland und die Sauerländer, so dass Schäfer und Kirchhoff sich ganz besonders über diesen Coup freuen. Zumal Hänsch nicht nur singt und spielt, sondern immer wieder aus seinem Leben erzählt. Dabei werden dann vor allem die Lachmuskeln strapaziert.Neu dabei sind auch Dylan Vaughn aus den USA und Stephen Kavanagh aus Irland. Unter dem Namen „The Cracks“ gastieren die beiden weitgereisten Gitarristen in der Waldstadt.
Klassiker im modernen Gewand. Das ist das Konzept des „Johannes Krampen Trio“. Die drei Musiker haben sich über ein Projekt der Stuttgarter Symphoniker kennen gelernt. Schnell wurde ihnen klar, dass sie auf einer „Wellenlänge funken“, wie es so schön heißt.
Das führte dazu, dass sie ihren eigenen Crossover-Sound kreierten. „Symphonic Camber Pop“ nennen sie das Produkt ihrer Kreativität. Ihr Sound ist außergewöhnlich, da er genreübergreifend Klassik und Moderne miteinander verbindet. Die Zuhörer dürfen sich also über ein Fülle an Klangfarben freuen.
Bewährtes Konzept bleibt erhalten
27 Kurzkonzerte à 30 Minuten – so lautet die Erfolgsformel auch für 2017. Das bedeutet, dass die Zuschauer mobil sein müssen. Es gibt sechs Spiel­orte. An jedem spielt ein Ensemble oder ein Solokünstler. Insgesamt ist es möglich, fünf Kurzkonzerte zu besuchen. Denn jeweils nach dem halbstündigen Konzert kann man Ort und Künstler wechseln und direkt in eine neue Klangwelt eintauchen.
„Es ist das Gegenteil von steif“, erklärt Kirchhoff und widerspricht damit einem Klassik-Klischee.
Damit Musiker dieser Güteklasse nach Iserlohn kommen, hat Kirchhoff den guten Draht in die Musikszene glühen lassen. Und das zahlte sich gleich doppelt aus. Nicht nur, dass eine große Anzahl begnadeter Musiker in der Waldstadt aufschlägt, sondern dass diese es auch zu einem finanzierbaren Preis tun. „Das Event wird größer, die Gagen bleiben gleich“,, erklärt er eine einfache, aber für das Fest essentiell wichtige Formel.
„Seit vier Jahren brauchen wir keine Förderung aus Landesmitteln mehr. Darauf sind wir sehr stolz“, ergänzt Gerd Schäfer.
Karten für das Festival gibt es zum Preis von 15 Euro, Familien (zwei Erwachsene plus Kinder) bezahlen 35 Euro. Erhältlich sind die Karten bei der Stadtinformation Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, 02371 2171820, E-Mail: stadtinfo@iserlohn.de, im Stadtmuseum, Fritz-Kühn-Platz 1, in Barendorf oder bei Optik Adam, Wermingser Straße 10.