Iserlohner Lions-Kalenderspende macht vierfach glücklich

Der Erlös der Lions-Adventskalender wird auf vier Projekte verteilt. (v.l.) Thomas Junge (Lions-Präsident)

Der Erlös der Lions-Adventskalender wird auf vier Projekte verteilt. (v.l.) Thomas Junge (Lions-Präsident), Klaus Ebbing (Caritasverband Iserlohn), Kirchenmusikdirektor Hanns-Peter Springer, Johanna Schwarte (Hospizdienst „Zeitgeschenk“), Eckhard Lüblingh

Iserlohn. (clau) „Der Verkauf der Adventskalender für den guten Zweck ist für den Lionsclub Iserlohn eine Erfolgsstory ohne Gleichen“, sagte Lions-Präsident Klaus Junge bei der Spendenübergabe im Parktheater Iserlohn. „Er zeigt, dass wir unserem Leitspruch ‚We serve‘ folgen und uns dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.“
In der 13. Ausgabe wurden rund 6.000 Exemplare verkauft. Zusammen mit etlichen Spenden und abzüglich der Kosten und Steuern können nun 32.000 Euro auf vier ganz unterschiedliche Projekte verteilt werden.
Hospizdienst „Zeitgeschenk“
Der mobile Kinder- und Familienhospizdienst „Zeitgeschenk“ unter dem Dach des Caritasverbands Iserlohn bekommt 13.900 Euro. Johanna Schwarte koordiniert ein Team aus 15 ehrenamtlichen Helfern. Sie unterstützen und begleiten Familien, in denen ein Kind oder Elternteil sterbenskrank oder verstorben ist. In den zweieinhalb Jahren seines Bestehens konnte der mobile Hospizdienst, der sich ausschließlich über Spenden finanziert, bereits 90 Familien beistehen. Daneben gibt es Projekte in Schulen und Kindergärten, um dem Nachwuchs Zugang zum Thema Tod und Sterben zu ermöglichen.
„Cyber Mobbing“
Um die Förderung der Medienkompetenz an Schulen geht es im Projekt „Cyber Mobbing“. Die Erste Beigeordnete der Stadt Iserlohn Katrin Brenner freut sich über die Spende in Höhe von 4200 Euro: „Damit können wir zwei zusätzliche Mitarbeiter finanzieren und etwa zweihundert weitere Kinder erreichen“. Das Projekt von Schulsozialarbeitern in Kooperation mit Partnern wie der Polizei will Kinder und Jugendliche vor schlechten Erfahrungen in der digitalen Welt bewahren. Möglichkeiten, aber eben auch Gefahren im Netz sollen aufgezeigt und Regeln für einen sicheren Umgang geübt werden. Vertieft wird das Gelernte durch einen Besuch des Jugendstücks „4 Your Eyes Only“. Das Westfälische Landestheater greift darin am Dienstag, 2. Mai, um 14.30 Uhr im Parktheater Iserlohn das Thema Mobbing in der Cyberwelt auf.
„Klasse 2000“
Schon 25 Jahre alt ist das Projekt „Klasse 2000“ zur Gesundheitsförderung in der Grundschule. Dabei geht es um vernünftige Ernährung, ums Nicht-Rauchen, um Bewegung, ums Freunde-Finden, ums Nein-Sagen-Können, um Gewalt- und Suchtvorbeugung. Es zählt zu den Hauptaktivitäten von Lions Deutschland. Der Iserlohner Lionsclub unterstützt das Projekt bereits im 17. Jahr. Eckhard Lüblinghoff berichtet: „Wir rüsten fünf Schulen aus. Das Material kostet pro Klasse und Jahr rund 220 Euro, insgesamt circa 8.000 Euro.“ Aus dem Kalenderverkauf gehen nun 7.500 Euro an das Projekt.
Ein Zimbelstern
Der Iserlohner Kirchenmusikdirektor Hanns-Peter Springer freut sich über 6.400 Euro für einen „Zimbelstern“. Die Kirchengemeinde der Obersten Stadtkirche hätte sich solch ein „Effekt-Register“, das bald die Schuke-Orgel krönen soll, allein niemals leisten können. Der mit verschieden klingenden Glöckchen bestückte, drehbare Stern wird Ende März an der Orgel eingebaut und am Donnerstag, 27. April, um 19.30 Uhr in einer Messe für Chor, Bläser und Orgel erstmals erklingen.