Iserlohn. (hc) Der Hennener Musiker Jens Dreesmann ist als Solo-Künstler und Entertainer, aber auch mit verschiedenen Bandprojekten mittlerweile bundesweit unterwegs. Eine ganz besondere Leidenschaft konnte er bisher aber noch nicht ausleben: Den Swing.

Bereits als Jugendlicher von seinem Vater mit dem Musikvirus „infiziert“, reifte bereits vor fünf Jahren der Entschluss, ein Bandprojekt auf die Beine zu stellen. „Aber dann kam Joana dazwischen“, erklärt Dreesmann lachend.

Gemeint ist seine Gesangspartnerin Joana Toader aus Hamburg, mit der Dreesmann das Duo „Dreamteam“ bildet und ein erfolgreiches Programm auf die Bühne bringt. „Aber das hat sich mittlerweile sehr gut eingespielt, so dass ich nun Lust und Zeit hatte, wieder an meinem Swing-Projekt zu arbeiten“.

Bekannte Kräfte an den Instrumenten

Die Band war schnell gefunden. Am Piano und Keyboard sitzt der studierte Soester Musiker Stefan Weber, der u.a. bei der Westfalia-Big-Band, der Kapelle Lehmann und den Saxophonics spielt.

Mario Levin-Schröder ist der Bassist des Quartetts. Den Dortmunder Profi-Musiker kennt man von den Herocks, den Beat-Radicals, der Kapelle Lehmann und der Westfalia-Big-Band. Ebenfalls bei der Westfalia-Big-Band agiert Drummer Christian Kuppi.

Der an der holländischen Grenze lebende Musiker spielt seit über 30 Jahren Jazz und Swing und hat im Bereich „Gala“ viele prominente Künstler begleitet. Dreesmann selbst wird selbstverständlich der Sänger der Kombo sein.

Ursprünglich geplant war, „nur“ Songs aus den 40er-, 50er- oder 60er Jahren zu spielen, also der goldenen Zeit des Swings. Doch gemeinsam entschied sich die Gruppe auch Popsongs von Sting ins Repertoire aufzunehmen und „swingen“ zu lassen.

„Ich war ein ganz besonderer Fan von Roger Cicero, der ja leider tot ist. Wir werden daher auch ein kleines Cicero-Special im Programm haben“, erzählt Dreesmann.

Selbst organisiert

Seinen ersten Auftritt hat das Quartett am 24. März im Iserlohner Henkelmann. Dafür organisieren die vier Musiker alles selbst, von Saalmiete, über Plakate oder Gema-Gebühren. „Es liegt uns einfach am Herzen“, erklärt Dreesmann die Hingabe.

Und musikalisch können sie am Premierenabend sogar noch einen ganz besonderen Special-Guest begrüßen. Patrick Porsch wird am Saxophon die Band begleiten. Porsch war von 1984 bis 1988 mehrmals Preisträger beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend Jazzt“ und leitet seine Big Band „hellway2high“, mit der er 2017 den WDR-Jazz-Nachwuchspreis gewonnen hat.

Proben nicht einfach

Die Proben waren schwierig für die Musiker und das sorgt auch bei Dreesmann für etwas Aufregung. „Klar ist man selbst als Profi ein bisschen nervös vor so einer Premiere, aber ich denke, wenn wir einige Shows gespielt haben, dann wird sich das gut einspielen.“

Dass es nicht bei dem Premierenabend am 24. März bleiben soll, das ist für alle Beteilig­ten klar. Immerhin verfolgen Dreesmann und Co. seit gut einem Jahr dieses Projekt, meistens jeder für sich, aber doch mit einer gehörigen Portion Aufwand. Doch für Dreesmann ist noch ein ganz anderer Punkt wichtig: Authentizität. „Mir nimmt doch keiner mit 70 Jahren mehr ab, wenn ich mich auf eine Bühne stelle und irgendwelche Technoliedchen trällere. Das will doch keiner sehen und ich will das auch nicht machen. Aber das Swing-Programm, das will ich noch lange – quasi als Rente – spielen.“

Nat King Cole, Frank Sinatra oder Dean Martin sind schon jetzt Klassiker und werden auch in Zukunft von einer Fangemeinde gehört.

Voller Saal zur Premiere

Los geht es am 24. März im Henkelmann zur Premiere übrigens um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr). Tickets kosten im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro. Die Musiker hoffen, dass die große Musikgemeinde aus Iserlohn, Schwerte und Umgebung den Saal füllt, damit die Band ihr Ziel erreichen kann: Das Publikum berühren.

Hier gibt’s die Karten

  • Krieter, Scherlingstraße 7, Iserlohn-Hennen
  • Scoppa Moden, Von-Scheibler-Straße 1a, Iserlohn
  • Stadtinformation am Bahnhof, Bahnhofsplatz 4, Iserlohn