Iserlohner Sommernachts-Fantasien 2012

Fürs Foto griffen auch die Herren im Anzug zu Schippe und Schubkarre. Vertreter von Einzelhandel, Wirtschaftsförderung und Verwaltung stellten die Iserlohner Sommernächte vor. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. (as) Der Startschuss für die Iserlohner Sommernächte ist bereits gestern gefallen. 400 Quadratmeter Rollrasen, 200 Kubikmeter Rindenmulch und 300 Blühpflanzen haben den Marktplatz in eine lauschige Stadtoase verwandelt. Ein Ort der Entspannung, ein Ort zum Träumen und Verweilen. Nur eine kleine Zutat fehlt, um den zentralen Platz bei Tag und auch am Abend zu bevölkern: der Iserlohner Sommer. Doch der soll laut Wetterprognose kommen. Und zwar flugs. Für den heutigen Samstag sind zwar noch keine Traumtemperaturen angekündigt. Aber es soll wenigstens trocken bleiben. Gleißender Sonnenschein und brüllende Hitze wären auch gar nicht angebracht. Denn zum Auftakt locken die Iserlohner Sommernächte mit dem Festival „Rosenlust“. Bis in den späten Abend hinein dreht sich am Samstag, 21. Juli 2012, alles um die Königin der Blumen.

Rosenlust ist mehr als ein Verkaufsmarkt. Hier widmen sich Künstlerinnen und Künstler auch literarisch und musikalisch der Rose. Das Bühnenprogramm beginnt mit dem Männergesangverein Gerlingsen (11 Uhr), dem Jazz-Duo Cos (12.30 Uhr) und dem Werner-Geck-Trio (14.30 Uhr) auf der Marktbühne und endet erst weit nach 22.30 Uhr mit Operngesang von Patricia Vivanco auf der Bühne im Innenhof von Erlesen.

„Rosenlust“ ist der Auftakt. Doch die Iserlohner Sommernächte haben noch viel mehr zu bieten. In diesem Jahr sogar ganz besonders viel. „Wir wollten die Sommernächte im Zeichen von 775 Jahre Iserlohn gestalten“, sagt Chef-Sommernachts-Planer Sven Wiedemeyer von Live Project. Oft sind es Kleinigkeiten, die diese Sommernächte noch schwungvoller und jubiläumsfröhlicher daherkommen lassen. Bei „Genuss pur“, dem Schlemmerfestival vom 2. bis zum 5. August 2012, jedoch schlagen die Veranstalter sogar eine Brücke bis nach Polen. Die polische Partnerstadt Chorzow beteiligt sich kulinarisch und musikalisch am Jubiläumsreigen der Stadt Iserlohn. Eines der besten Restaurants aus Chorzow tischt polnische Spezialitäten auf. Und die beiden polnischen Bands „Around the Blues“ und „Moodtime Project“ sorgen für die musikalische Würze. Schon jetzt dürfen die Iserlohner „Genuss pur“-Gäste gespannt sein, ob es vielleicht zu einem gemeinsamen Auftritt von „Around the Blues“ und der PeeWee Bluesgang kommt.

Die Augen von Sven Wiedemeyer blitzen, wenn er von der Iserlohner Modenacht (17. August 2012) erzählt: „Wir haben so viele Teilnehmer wie nie zuvor.“ Da gar nicht alle Einzelhändler ihre Mode, Accessoires oder Kosmetiktrends auf dem großen Open-Air-Catwalk auf dem Schillerplatz präsentieren können, gibt’s noch eine zweite Modenschau unter freiem Himmel. Sie ist nun eingebettet in das Programm von „Genuss pur“.

Wohlfühl-Faktor wirbt für die Stadt

Keine Frage: Die Iserlohner Sommernächte mausern sich. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens weiß, dass die grüne Sommer-Oase mitten in der Stadt auch das Image von Iserlohn heben kann. Er spricht von „weichen Standortfaktoren“: „Es nutzt nichts, einfach nur Gewerbeflächen zu haben. Die Menschen müssen sich darüber hinaus wohl fühlen.“

Auch Werner Luck, Vorsitzender des City-Managements, sieht in dem Wohlfühl-Faktor eine Werbung für die Stadt. Die Sommernächte seinen ein „Alleinstellungsmerkmal“. „Die Menschen kommen gerne in die grüne Stadtoase, weil es so etwas im weiten Umkreis nicht gibt“, sagt er. Damit das so bleibt, wirbt auch Werner Luck für weitere Unterstützer der Sommernächte. Damit auch künftig Sommernachts-Fantasien auf und um den Marktplatz Gestalt annehmen können.