Iserlohner Sommernächte 2013

Sie sind froh, dass die „Iserlohner Sommernächte“ nun stehen: (von l.) Thomas Junge (GfW), Werner Luck (Citymanagement), Beate Evers (GfW) und die Brüder Carsten und Sven Wiedemeyer (Live Project). (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. (clau) Alles wird gut: Der Sommer kommt und mit ihm die nächste Auflage der „Iserlohner Sommernächte“.

Nachdem monatelang hinter verschlossenen Türen hart verhandelt und heiß gerechnet wurde, steht nun den genussvollen Tagen und Nächten in Iserlohns grünem Wohnzimmer auf dem Marktplatz nichts mehr im Wege. Obwohl die Stadt ihre Defizitbezuschussung dramatisch gekürzt hat, konnten die Organisatoren mit ihrem neuen Konzept die Veranstaltung nicht nur retten, sondern sogar das Programm mit einigen neuen „Bonbons“ aufpeppen.

Mit einem Mindest-Budget von 135.000 Euro sind die den Iserlohnern längst liebgewonnenen „Sommernächte“ auch ohne ein von der Stadt gespanntes finanzielles Sicherheitsnetz zu stemmen. Allein die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung greift tiefer in die Tasche als bisher und stockt ihren Beitrag von bislang 15.000 Euro auf nun 20.000 Euro auf. Das Citymanagement gibt 5.000 Euro in die Kasse. Kommt genug Unterstützung von Seiten der Sponsoren – man steht zur Zeit noch mitten in der Arbeit – darf das Organisations-Team gar mit dem Idealfall von 200.000 Euro rechnen, die auch eine zweite Bepflanzung (40.000 Euro) ermöglichen würde. Die Frage, welche Brauereien sich mit jeweils welchen Summen einbringen werden, noch nicht endgültig geklärt. Das heißt: Die Sache steht – und es ist noch Luft nach oben.

Willkommen im Garten

Vom 19. Juli bis zum 18. August 2013 wird also der Iserlohner Marktplatz zur Freude der Waldstädter in einen grünen Stadtgarten mit lauschigen Emporen inmitten üppiger Bepflanzung verwandelt.

„Genuss Pur“ wird von Donnerstag, 1., bis Sonntag, 4. August 2013, aufgetischt. In einmaliger Atmosphäre unter dem Blätterdach der Marktplatz-Platanen dürfen alsdann die Iserlohner Köche ihre Kunst unter Beweis stellen und die Waldstädter Gaumen kitzeln, was das (Würz-)Zeug hält.

Der duftige Zauber der „Rosenlust“ darf nicht sterben! Der Rosen- und Gartenmarkt mit passenden kulinarischen Köstlichkeiten und fein darauf abgestimmtem Akzenten durch Iserlohner Künstler wird von Freitag, 19., bis Samstag, 20. Juli 2013, die Menschen in seinen zarten Bann ziehen. Das Programm mit viel Straßenkunst, Musik und Walkacts wurde ein wenig „gestutzt“, was Rosen bekanntlich gut tut.

Die Modenschau wird am Freitag, 16. August 2013, mit aktuellen Modetrends die Massen auf den Schillerplatz locken.

Ein kleines, aber feines „Bonbon“, wird die Firma Keuco den Waldstädtern spendieren: „Garten-Jam“ soll es heißen. An drei Samstagnachmittagen (27. Juli und 10. und 17. August 2013) wird ein kleinformatiges ruhiges Programm aus Jazz, Walkacts, Marchingbands, Poetry-Slam und dergleichen die Gartenlandschaft unaufdringlich – und alles andere als laut – zum Spielort machen. Es wird in enger Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt abgestimmt, um die Anwohner nicht unnötig zu belasten.

Neues Marketing von Nöten

Man darf gespannt sein, wie das neue Konzept der „Sommernächte“ aufgeht, das viel Genuss verspricht und doch die Veranstalterfirma Live-Project der Iserlohner Brüder Sven und Carsten Wiedemeyer aus der für sie existenzgefährdenden Haftung nimmt.

Eins wurde im Vorfeld den Organisatoren klar: Für die Zukunft braucht es ein neues Veranstaltungsmarketing. Es muss eine Institution her, die sich zentral um die finanzielle Ausstattung von Innenstadtveranstaltungen kümmert und die Schnittstelle in die Wirtschaft bildet. Und: Sie hoffen, dass die Stadt Iserlohn ihr finanzielles Engagement nicht noch weiter runterfahren wird. „Wir befinden uns mit den gebotenen Innenstadtveranstaltungen – was die Geldmittel angeht – schon jetzt auf niedrigstem Niveau“, so Sven Wiedemeyer von Live-Project.