Iserlohner Wohungslosenhilfe feiert 30-Jähriges

Iserlohn. (th) Eine Wohnung ist nicht alles, aber ohne Wohnung ist alles nichts. Diesem Leitsatz folgend bietet die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Mark-Ruhr seit 30 Jahren Menschen in Iserlohn und dem nördlichen Märkischen Kreis Beratung und Unterstützung, die unter Wohnungslosigkeit leiden oder davon bedroht sind. Dieses stolze Jubiläum feierte die Einrichtung nun – ganz bewusst im öffentlichen Raum.

Im Herzen von Iserlohn

Vor dem Eingang zum Rathaus, also mitten im Herzen von Iserlohn, fand am Mittwoch, 29. Juni, die Jubiläumsfeier statt. Eine große Gästeschar, bestehend aus Besuchern und Mitarbeitern der Wohnungslosenhilfe, Kollegen aus anderen Bereichen der Diakonie und Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Gesellschaft, erwiesen dem Projekt die Ehre. Leiter Ulf Wegmann war „überwältigt von dem Zuspruch, den unsere Arbeit erhalten hat.“

Eröffnet wurde die Feier mit einer Andacht von Pfarrer Martin Wehn, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr. Er ermutigte die Zuhörer, dem Beispiel Jesu folgend, besser hinzusehen und hinzuhören, auf die Nöte der Mitmenschen einzugehen und von reinen Zuschauern zu Partnern zu werden. Musikalisch wurde die Andacht von Kantor Hanns-Peter Springer unterstützt.

Wohnungslosenhilfe im Wandel der Zeit

Im Rahmen des Gottesdienstes gaben Ulf Wegmann und einige seiner Kolleginnen auch Rückblick auf die Arbeit und Entwicklung der Wohnungslosenhilfe. Mit dem Gründungsjahr 1986 beginnend, erzählten die Mitarbeiter im Fünf-Jahres-Rhythmus lebendig und persönlich von ihren Erfahrungen und machten deutlich, wie gut und wichtig die Arbeit der Wohnungslosenhilfe ist.

Es folgten Grußworte vom stellvertretenden Landrat des Märkischen Kreises, Detlef Seidel, von Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Superintendentin Martina Espelöer und Jan Orlt, Geschäftsführer des Fachverbands der Wohnungslosenhilfe der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Lob und Unterstützung

Allesamt lobten sie die Arbeit, sicherten ihre Unterstützung für die Zukunft zu und untermalten mit teils sehr persönlichen Geschichten die Bedeutung der Wohnungslosenhilfe.

Heidrun Schulz-Rabenschlag, Fachbereichsleiterin der Sozialen Dienste der Diakonie Mark-Ruhr und ehemals selbst 20 Jahre lang in der Wohnungslosenhilfe tätig, führte durch die Grußworte und untermauerte den Anspruch der Feier, auch ein politisches Sig­nal zu senden: „Der öffentliche Raum ist Lebensraum aller Menschen. Wir können hier und heute alle spüren, was es bedeutet, sich im öffentlichen Raum zu befinden“.

Rundum gelungen

Um diesen Eindruck noch zu verstärken, erfolgte zum Abschluss die Ausgabe von Wertmarken für einen Imbiss auf dem parallel stattfindenden Markt.

Dadurch „haben wir versucht, das erlebbar zu machen, was Wesen unserer täglichen Arbeit ist: Integration in die Regelversorgung“, erklärte Ulf Wegmann. „Nach den Rückmeldungen, die ich erhalten habe, ist dieses kleine ‚Experiment‘ gelungen!“

Insgesamt kann die Feier nur als äußerst gelungen bezeichnet werden, genau wie die Arbeit der Wohnungslosenhilfe in den vergangenen 30 Jahren.