Junge Menschen für Ausbildung begeistern

Iserlohn. (saz) Horst-Werner Maier-Hunke, Vorsitzender des MAV, betont, wie wichtig es ist, dass gerade auch Unentschlossene sozusagen am „lebenden Objekt“ erfahren können, wie MINT-Berufe aussehen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). In der unteren Etage des hochmodernen Trucks können Schüler an verschiedenen Stationen Informationen zu den einzelnen Berufsfeldern bekommen und auch selbst aktiv werden. Unterstützt und begleitet werden sie dabei von einem Fachmann. Diese Etage ist dank eines Lifts auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Während auf der unteren Etage eine Hälfte der Schulklasse praktische Einblicke bekommt, steht der obere Bereich des Trucks ganz unter dem Zeichen Diskussion und vertiefende Berufsberatung. Neben einem weiteren Fachmann, der die Fragen der Schüler beantworten kann, steht hier ein „Multitouchtable“ zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um eine Oberfläche, die mit Berührungen gesteuert wird und einen Einblick in einen Automobilbetrieb und die dazugehörigen Berufsbilder zeigt. Bis zu sechs Schüler können dort gleichzeitig mit einem Medium arbeiten, das sie bereits kennen und erhalten wichtige Informationen zu einem Betrieb, den sie ansonsten nur von außen sehen könnten.

Auch Eltern begeistern

Mit dieser Methode bringt sich die Metall- und Elektroindustrie natürlich im Kampf um Auszubildene ins Gespräch. Die Schüler werden dort abgeholt, wo sie sind und können auf eine spielerische und interessante Weise Informationen über die Branche bekommen. Die Zielgruppe des Info-Trucks sind Schüler der 7. bis 10. Klasse, die sich mit ihrer Zukunft auseinander setzen müssen und möchten. Außerdem sei der Kontakt zu den Eltern ebenso wichtig, wie den Schülern entgegen zu gehen. „Wir müssen die Eltern erreichen. Bei der Vielzahl von Ausbildungsberufen ist die Auswahl verwirrend. Mit 16 fällt es Jugendlichen schwer, sich zu entscheiden, da können die Eltern helfen und motivieren“, sagt Horst-Werner Maier-Hunke. Deshalb sollen während der Einsätze an Schulen beispielsweise Elternabende angeboten werden, um neben den Schülern ebenso die Eltern zu begeistern.

Kooperation mit Betrieben

Das Engagement des MAV im mobilen Informationseinsatz hat bereits Tradition und besteht schon seit mehr als 25 Jahren. Nun werden die alten „Info-Mobile“ aus den Neunzigern durch die wesentlich größeren Info-Trucks ausgetauscht, die viel mehr Möglichkeiten bieten. Trotzdem baut der MAV weiter auf die Kooperation mit der heimischen Industrie im jeweiligen Einsatzraum. So können die Schüler auch Ausbilder und Auszubildene kennenlernen, die Erfahrungen aus dem Betrieb mitteilen können. In der Vergangenheit sei es durch diese Kooperation bereits zu mehreren Vermittlungen von Praktikums- oder Ausbildungsplätzen gekommen, sagt Diplom-Ingenieur Claudio Schmickler, der das Projekt begleitet.

Infos und Materialien zum Truck: www.me-vermitteln.de.