Kangaroos im Dauereinsatz

Iserlohn.  „Am vergangenen Wochenende habe ich zwei völlig verschiedene Spiele meines Teams gesehen“, blickt Kangaroos-Coach Matthias Grothe noch einmal kritisch auf den NOMA-Cup zurück. „Beim deutlichen 50:81 gegen die  Hamburg Towers hat uns einfach die physische Präsenz gefehlt, um gegen ein bärenstarkes ProA-Team zu bestehen.“ Nicht einmal 24 Stunden später hätten die Kangaroos aber ihr anderes Gesicht gezeigt und sich verdient gegen den ProB-Ligakonkurrenten aus der Südgruppe TV Lich mit 72:60 durchgesetzt.

„In dieser Partie haben wir deutlich aggressiver in der Defense agiert und auch nach vorne konzentrierter gespielt“, zeigt sich Grothe durchaus zufrieden mit dem zweiten, verbesserten Turnierauftritt seines Teams. Noch erfreuter ist Iserlohns Coach aber ob der Tatsache, dass sich die Verletzungen, die sich Playmaker Kristof Schwarz und Terrell Harris beim NOMA-Cup zuzogen, entgegen des ersten Anscheins glücklicherweise nicht als gravierend herausstellten.

„Beide sind fit und werden morgen gegen Leverkusen mit dabei sein.“ Fehlen wird gegen die Giants Leverkusen (Freitag, 9. September um 20 Uhr, Neue Hemberghalle) somit nur noch Sören Fritze, der nach Aussage von Matthias Grothe aber nach seinem Muskelbündelriss in der Hüfte voraussichtlich auch bereits wieder in der kommenden Woche ins Mannschaftstraining einsteigen wird. „Mit den Giants Leverkusen erwartet uns ein ProA-Absteiger, der als selbstgestecktes Ziel den direkten Wiederaufstieg ausgegeben hat“, erwartet Grothe ein reizvolles Duell auf Augenhöhe, „Leverkusen dürfte sich in einem ähnlichen Trainingszustand wie wir befinden, so dass ich mir in unserem letzten Testheimspiel, vor hoffentlich wieder guter Kulisse, interessante Fingerzeige bezüglich unseres aktuellen Leistungsstandes erhoffe.“

Einen Tag später heißt es dann für die Kangaroos: Ab zum Wochenend-Trainingslager ins luxemburgische Remich. „Der Kontakt ist durch einen Bekannten entstanden, der dort als Trainer arbeitet“, erklärt Matthias Grothe das auf den ersten Blick ungewöhnliche Ziel, „wir werden dort mit Sicherheit erstklassige Trainingsbedingungen vorfinden.“ Das Trainingslager in Luxemburg solle den Kangaroos in erster Linie zum Teambuilding dienen. „Wir werden dort einfach mal zwei Tage ohne äußere Einflüsse unter uns sein und uns voll und ganz auf Basketball konzentrieren“, gibt Iserlohns Coach die Marschroute vor. Neben vielen Einzelgesprächen werde vor allem an der Feinjustierung gearbeitet. Außerdem steht am Samstagabend ein weiterer Test gegen den luxemburgischen Vizemeister Musel Pikes auf dem Programm.