Kangaroos: Nochmal Selbstvertrauen für die Play-offs tanken

Terrell Harris ist nicht nur statistisch gesehen der Leader seines Teams. Dennoch: In Durchschnitt spielt der US-Boy exakt 29 Minuten und erzielt pro Partie 19

Terrell Harris ist nicht nur statistisch gesehen der Leader seines Teams. Dennoch: In Durchschnitt spielt der US-Boy exakt 29 Minuten und erzielt pro Partie 19,1 Punkte. Damit liegt er ligaweit auf Position sieben. (Foto: Daniela Fett) Terrell Harris ist

Iserlohn. Die Iserlohn Kangaroos warten auch nach dem vorletzten Spieltag der regulären Saison weiter auf den ersten Auswärtssieg in 2017 und haben nach dem 73:81 beim SC Rist-Wedel den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Stattdessen weist das Grothe-Team vor dem Hauptrunden-Finale jeweils zwei Punkte Rückstand auf die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB und die Artland Dragons auf– hat allerdings gegen beide Teams auch den besseren direkten Vergleich auf seiner Seite.
„Sollte also eine oder beide vor uns platzierten Mannschaften Samstag noch patzen –Artland zuhause gegen Schalke und Oldenburg auswärts in Bochum –, könnten wir in der Tabelle noch klettern“, hofft Cheftrainer Matthias Grothe auf einen Ausrutscher der direkten Konkurrenten. Doch eines ist bei allen Rechenspielen unabdingbare Voraussetzung: ein eigener Erfolg beim Tabellenvorletzten RSV Eintracht Stahnsdorf am morgigen Samstag, 4. März, um 19.30 Uhr (übrigens zeitgleich mit allen weiteren Partien). Und das dürfte schwer genug werden. Schließlich ist da ja die bereits erwähnte eklatante Auswärtsschwäche der Kangaroos und gleichzeitig der Stahnsdorfer Kampf um den Klassenerhalt.
„Die Eintracht dürfen wir auf keinen Fall in irgendeiner Art und Weise unterschätzen. Sie hatten zuletzt viele nur knapp verlorene Partien und waren zuletzt im Lokalderby beim Spitzenreiter LOK Bernau nur hauchdünn und erst nach Verlängerung mit 83:85 unterlegen“, warnt Matthias Grothe, Außerdem kämpfe Stahnsdorf ums Überleben in der ProB und brauche jeden Punkt gegen den Nicht-Abstieg in den bevorstehenden Play-Downs.

Großen Respekt hat Matthias Grothe vor allem vor den Amerikanern auf Stahnsdorfer Seite, Small-Forward Josh Adeyeye und Power-Forward Josh Smith sowie Antoine Myers auf der Pointguard-Position. „Zuletzt war es zumeist dieses Trio, dass zweistellig gepunktet hat. Deshalb werden wir uns in der Vorbereitung vor allem auf die Amerikaner konzentrieren, bei denen Adeyeye und Smith eine echte Macht unter dem Korb sind, wobei Adeyeye aber seine Vielseitigkeit auch von der Dreierlinie regelmäßig unter Beweis stellt.“ Hinzu kommt noch Spielmacher Antoine Myers, dem gegen den Tabellenführer bärenstarke 32 Punkte gelangen. Deshalb habe man in der Videoanalyse des Rist-Spiels vor allem auch an der Verteidigung angesetzt.
„Uns muss es gelingen, konsequent über die gesamte Spielzeit in der Defense wieder deutlich physischer zu agieren und möglichst nicht so viele leichte Körbe abzugeben“, so Matthias Grothe, „in der Offense werden wir versuchen, möglichst lange einen guten Rhythmus zu halten und gute Würfe zu kreieren.“
Dazu wäre es hilfreich, wenn auch Sören Fritze, der zuletzt mit muskulären Rückenproblemen pausieren musste, dann wieder mitwirken könnte. „Wir versuchen, Sören in den nächsten Tagen wieder fit zu bekommen, aber sein Einsatz ist aktuell noch fraglich“, bangt Iserlohns Trainer. Dennoch geht Matthias Grothe optimistisch ins Hauptrundenfinale: „Wir wollen uns schließlich mit einem Sieg am Samstag zusätzliches Selbstvertrauen für die anstehenden Play-offs holen.“

Kangaroos: Kone, R. Dahmen, Schwarz, J. Dahmen, Harris, Reuter, Giddens, Opitz, De Oliveira – fraglich: Sören Fritze.