Kangaroos sind heiß auf das Halbfinale

Iserlohn. Es ist angerichtet! Am morgigen Sonntag, 15. April, 16 Uhr starten die Iserlohn Kangaroos bei den Rostock Seawolves ins Playoff-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga/ProB. In der aktuellen Situation gibt es Parallelen zwischen beiden Klubs. Auch wenn die Unterschiede größer eigentlich kaum sein könnten. Rostock muss aufsteigen. Iserlohn will. Die Serie hat schon im Vorfeld das Zeug zum Klassiker.

Nur 24 Stunden hat es gedauert, da war das erste Halbfinalspiel zwischen den Seawolves und den Kangaroos restlos ausverkauft. 3.000 Zuschauer werden das Spiel am Sonntagnachmittag in der Rostocker Stadthalle vor Ort verfolgen. „Wir hätten locker 5.000 Karten für das Spiel verkaufen können, so groß war die Nachfrage“, sagt Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Rostock Seawolves. Und genau an dieser Stelle gibt es eine entscheidende Parallele zwischen beiden Vereinen: Sowohl in Rostock als auch in Iserlohn ist die Euphorie rund um die Basketballer riesig. Der aktuelle Erfolg beflügelt das Interesse an den Teams. Und sorgt dafür, dass die Halbfinalserie auf beiden Seiten einen mehr als würdigen Rahmen erhält.

„Vor einer Kulisse wie in Quakenbrück oder Rostock zu spielen, ist immer geil“, sagte Kristof Schwarz nach dem Halbfinaleinzug.

Und ähnlich wie in Quakenbrück erwartet die Kangaroos auch in Rostock ein dicker Brocken. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern wurde von einigen Trainern vor der Saison als Favorit auf den Aufstieg ausgemacht. Nach durchwachsener Hinrunde steigerten sich die Schützlinge von Coach Ralf Rehberger in der zweiten Saisonhälfte, verloren in der Rückrunde nur noch drei Partien und beschlossen die Hauptrunde auf Rang drei der ProB-Nordstaffel.

Im Achtelfinale der Playoffs schaltete Rostock die EN Baskets Schwelm in zwei Spielen aus. Musste im Viertelfinale gegen die Depant Gießen 46ers Rackelos jedoch ins Entscheidungsspiel. Und konnte sich in Hessen nur knapp nach zweifacher Verlängerung behaupten.

Angeführt werden die Seawolves von Point Guard Brandon De’Andre Lockhardt (14,7 Punkte, 5 Assists, 2,2 Steals) sowie den Power Forwards Jordan Talbert (13,4 Punkte, 8,7 Rebounds) und Bill Borekambi (14,9 Punkte, 6,5 Rebounds). Aber auch hinter diesem Trio lauert Gefahr. Egal, ob Dino Burotac, Chris Frazier oder Darian Cardenas Ruda. Sie alle sind wichtige Eckpfeiler im Seawolves-Team. „Rostock ist tief und stark besetzt. Die Ausgangslage vor der Serie ist ein bisschen wie vor der Serie gegen die Artland Dragons“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen. Für ihn liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allem in der Defense. „Wir müssen selbstbewusst, konzentriert und fokussiert sein, dem Spiel unseren Stempel aufdrücken wollen. Dann haben wir auch gegen Rostock gute Chancen“, so Dahmen. Und nach den bisherigen Ergebnissen der Kangaroos in den Playoffs sind die Seawolves mehr als gewarnt, ob der Stärke der Kangaroos.

Personell sind alle Kangaroos fit, sodass Headcoach Dragan Torbica zum Halbfinale aus dem Vollen schöpfen kann. Auch Deion Giddens, der sich gegen Bernau die Nase gebrochen und im Hinspiel in Quakenbrück eine Sprunggelenksverletzung erlitten hatte, ist einsatzbereit. Um sich optimal auf das erste Halbfinale vorbereiten zu können, werden die Kangaroos bereits am heutigen Samstag, 14. April, nach Rostock fahren. „Damit wir ein Gefühl für die Halle kriegen und die lange Busfahrt am Spieltag nicht in den Beinen haben“, erklärt Dahmen.