Kangaroos: Sorgen um Kone nach erneuter Auswärtsschlappe

Erneut kein Sieg in der Fremde: Kangaroos kassieren erneute Auswärtspleite zum Hauptrundenausklang. (Foto: Archiv/Daniela Fett)

Erneut kein Sieg in der Fremde: Kangaroos kassieren erneute Auswärtspleite zum Hauptrundenausklang. (Foto: Archiv/Daniela Fett)

Stahnsdorf/Iserlohn. Eigentlich wollten sie nochmals zusätzliches Selbstvertrauen vor den beginnenden Play-offs tanken. Doch daraus wurde nichts. Beim deutlichen 70:92 gegen den Tabellenvorletzten aus Stahnsdorf setzte sich die Serie der Auswärtsniederlagen der Iserlohn Kangaroos fort. Das aber geriet für Cheftrainer Matthias Grothe völlig in den Hintergrund, denn Iserlohns Top-Rebounder Moussa Kone knickte zu Beginn des Schlussviertels unglücklich mit dem Knie weg und musste verletzt in den letzten Minuten zuschauen.
„Die Niederlage ist zweitrangig. Das Wichtigste ist jetzt, dass unsere medizinische Abteilung bis Samstag zum Play-off-Auftakt gegen Bayern Münchens Reserve Moussa und Sören Fritze wieder fit bekommt. Schließlich ist unsere Stärke das Kollektiv und wenn dort zwei Stützen ausfallen sollten, wäre das in der entscheidenden Phase der Saison schon ein Tiefschlag“, richtete  Grothe sorgenvoll den Blick nach vorne. 
Schlechter Start
In Stahnsdorf waren die Kangaroos bereits schlecht in die Partie gekommen. Vom ersten Moment brannten die nach dem Trainerwechsel wie befreit aufspielenden Gastgeber ein regelrechtes Feuerwerk gerade aus der Distanz ab. Trotz laut Grothe starker Verteidigung seines Teams fanden alleine im ersten Viertel fünf Dreier den Weg in die Iserlohner Reusen – die Kangaroos trafen während der gesamten Partie lediglich zwei von vierzehn Versuchen. Die Folge war ein deutlicher Zwölf-Punkte-Rückstand der Gäste nach zehn Minuten (17:29).
Im zweiten Viertel durften die Kangaroos nochmals Hoffnung schöpfen. Mit weiter verbesserter Verteidigung und gut herausgespielten Punkten im Angriff kämpften sich die Iserlohner wieder bis auf sieben Punkte zur Halbzeit heran (39:46).  
Und es sollte sogar noch besser kommen. Im dritten Durchgang brachte Joshua Dahmen seine Farben mit erfolgreichem Korbleger bis auf zwei Punkte heran (49:51, 26.). Für einen Moment war die Partie wieder völlig offen und die Wende greifbar nahe. „Doch dann folgten die Kleinigkeiten, die Basketball eben ausmachen – leider zu unseren Ungunsten“, beschrieb Coach die nächsten Minuten. Während seine Jungs nur zwei von sechs Freiwürfen trafen, erinnerte sich die Eintracht plötzlich wieder an ihre Stärke aus der Distanz und baute den Vorsprung durch einen weiteren Dreier ihres überragenden Joshua Adeyeye (22 Punkte) binnen 120 Sekunden auf elf Punkte aus (62:51, 28.).
Das war mehr als die Vorentscheidung. Zwar versuchte Matthias Grothe im Schlussabschnitt durch eine Umstellung der Defense nochmals Sand in die Angriffsmaschinerie des RSV zu streuen – doch es war vergeblich. „Spätestens nach der Verletzung von Moussa hatten wir Stahnsdorf auch unter den Körben nichts mehr entgegenzusetzen“, so Iserlohns Headcoach, „und in den letzten Minuten haben sich die Eintracht-Schützen dann in einen regelrechten Rausch gespielt, dem wir an diesem Tag einfach nichts mehr entgegenzusetzen hatten.“
Kangaroos: Kone (5), R. Dahmen (9),Schwarz  (4), J. Dahmen (11), Harris (16), (17),  De Oliveira (2),  Giddens (4),  Opitz (2).