Kann Iserlohn Standort für ein EM-Team werden?

Iserlohn. Kaum hatte das Exekutiv-Komitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag Deutschland als Ausrichter der Fußball-Europameisterschaften im Jahr 2024 genannt, schon flatterte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens ein Schreiben der CDU-Fraktion in Iserlohn auf den Tisch. „Wir wünschen uns, dass die Stadt Iserlohn ein Projektteam für die EM 2024 ins Leben ruft“, formulierten Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges und stellvertretender Bürgermeister Thorsten Schick.

Der Grund: Beide wünschen sich „friedliche feiernde Fußball-Fans auf dem Schillerplatz“. Vielleicht schon auf dem neu gestalteten Schillerplatzareal. Sie hoffen auf ein Public Viewing im Herzen der Stadt. Doch die Wunschliste ist noch länger. Vielleicht, so die Überlegungen, ist es möglich, sich als Teamstandort zu empfehlen. Ganz unrealistisch ist diese Idee nicht. Bereits bei der WM 2006 hatte das italienische Team Iserlohn und das Hotel Vierjahreszeiten als Standort reserviert, sich aber nach der Auslosung für Duisburg entschieden. Bei der Europameisterschaft 2024 werden neben Dortmund und Gelsenkirchen auch Düsseldorf Austragungsorte für Spiele sein. Warum sollte Iserlohn also kein Teamstandort sein? Tigges und Schick sind überzeugt, dass „Iserlohn über genügend Potenzial für die Aufnahme einer Spitzenmannschaft während dieses Großereignisses verfügt“.

Sie bitten den Bürgermeister, den Punkt europameisteschaft auf die Tagesordnung des nächsten Haupt- und Personalausschusses zu setzen. Denn: „Gleichzeitig mit der Bewerbung könnte der Gedanke des Sportparks am Seilersee wieder aufleben, in der die unterschiedlichen Sportstätten besser verknüpft und noch fehlende Angebote ergänzt werden. Davon würden auch die vielen tausend Sportler in Iserlohn profitieren.“