Kirchenkreis stärkt die Flüchtlingsarbeit

Iserlohn. Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn hat Flüchtlingsbeauftragte installiert. Die rund einhundert stimmberechtigten Delegierten haben Jens Keienburg und Pfarrer Dr. Dr. Matthias Hoof die Synodalbeauftragung „Unterstützung und Hilfen für geflüchtete Menschen“ übertragen. Jens Keienburg arbeitet seit vielen Jahren in der Flüchtlingsberatung der Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn und wird dem Kirchenkreis Iserlohn seine sozialpädagogische Fachkompetenz zur Verfügung stellen. Pfarrer Hoof wird mit seiner theologischen und psychologischen Kompetenz Ehrenamtliche unterstützten, bestehende Projekte begleiten und neue Projekte initiieren. Zudem werden den 25 Kirchengemeinden für 2016 finanzielle Mittel in Höhe von 98.270 Euro zur Fortführung ihrer Arbeit in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung stehen.

Große Hilfsbereitschaft

Diese personelle und finanzielle Unterstützung ist notwendig, denn die Hilfsbereitschaft in den evangelischen Kirchengemeinden für Flüchtlinge ist groß und wächst stetig: Kirchengemeinden öffnen ihre Türen, stellen Räumlichkeiten für Gespräche und Begegnung zur Verfügung. Gemeindemitglieder übernehmen Patenschaften, helfen bei Umzügen, geben Sprachunterricht, helfen mit Sach- und Geldspenden. Flüchtlinge erhalten Kirchenasyl und Wohnraum. Damit sind sie für die Städte und Kommunen ein wichtiger Partner in der Flüchtlingsfrage. Superintendentin Martina Espelöer dankte der Kreissynode ausdrücklich für ihren Einsatz für Flüchtlinge vielerorts: „Sie tragen damit zur Kultur der Menschenfreundlichkeit in unserer Region bei. Wir handeln nach unserem diakonischen Auftrag, zu dem uns Jesus Christus durch sein Evangelium verpflichtet“, würdigte sie das große ehrenamtliche Engagement in den Kirchengemeinden.

Weitere Themen

Ein weiteres Thema ist die Sicherung der Altenheimseelsorge trotz abnehmender Personaldecke für die Zukunft. Dazu soll ein Beratungsprozess in den Kirchengemeinden angestoßen werden, zu dem ein Konzept verabschiedet wurde. Die Fragen dazu sind: Wie ist die gegenwärtige Situation, was ist künftig möglich und grundlegend nötig?

Weitergearbeitet werden soll auch an der Frage, wie Menschen für den christlichen Glauben interessiert werden können. Wie Kirche neue Wege gehen kann, das zeigen Beispiele aus der Anglikanischen Kirche. Der Evangelische Kirchenkreis möchte dieses Thema in einem Synodalabend am 27. Januar 2016, um 18 Uhr im Varnhagenhaus mit Vertretern der 25 Kirchengemeinden vertiefen.

Ausgeglichener Haushalt

Die Herbstsynode ist traditionellerweise auch die Finanzsynode zur Verabschiedung des Haushalts im kommenden Jahr. Dank der anhaltend guten Konjunktur und der damit verbundenen  Kirchensteuereinnahmen konnte die Kreissynode für 2016 einen ausgeglichen Haushalt verabschieden. „Wir machen unsere Hausaufgaben, um vorbereitet zu sein, wenn wir den Rückgang der Mitgliederzahlen stärker spüren werden“, erklärte Superintendentin Martina Espelöer.