KWK-Anlagen gehen in Sümmern an den Start

Iserlohn. Im Rahmen des Projektes KWK-Modellkommune haben die
Stadtwerke Iserlohn zusammen mit der Stadt Iserlohn einen innovativen Baustein
umgesetzt: In neun öffentlichen Gebäuden wurden Brennstoffzellensysteme zur
Heizungsunterstützung und Stromgewinnung installiert.

Am 15. September 2016 fand in der Grundschule Sümmern die offizielle
Inbetriebnahme der hocheffizienten KWK-­Anlage statt. KWK steht für
Kraft-Wärme-Kopplung und bedeutet die gleichzeitige Erzeugung von Strom und
­Wärme. Der Einbau der Technik in Iserlohn ist als Pionierleistung zu sehen.

Die Stadtwerke Iserlohn werden die Anlagen überwachen und die Ergebnisse
dokumentieren, um daraus Informationen für einen weiteren Ausbau abzuleiten,
denn der ­Brennstoffzellentechnologie wird ein hohes Zukunftspotenzial
zugeschrieben. Dabei spielt besonders der hohe elektrische Wirkungsgrad, das
heißt die Energieausnutzung, eine entscheidende Rolle. Herkömmliche KWK-Anlagen
mit ähnlichen Leistungsdaten haben heutzutage einen elektrischen
­Wirkungsgrad von ungefähr dreißig Prozent, KWK-­Anlagen mit
Brennstoffzellen­technologie, wie sie in der Grundschule Sümmern und acht
weiteren öffentlichen Gebäuden in Iserlohn eingebaut wurden, kommen auf einen
elektrischen Wirkungsgrad von bis zu sechzig Prozent und einen
Gesamtwirkungsgrad von 95 Prozent. Der Einbau von KWK-Brennstoffzellenanlagen
kann auch für Einfamilienhäuser interessant sein. Wirtschaftlich läuft die
Anlage allerdings insbesondere bei hohen Betriebszeiten wie es in Schulen der
Fall ist, da die elektrische und thermische Energieerzeugung zumeist voll
ausgeschöpft wird.
Die Umsetzung des Projektes wird von der Europäischen Union aus dem Fonds für
regionale Entwicklung gefördert.