Letmather Bahnhof macht Mut

Letmathe. Man kann zweifelsfrei von einem echten Highlight für den Iserlohner Stadtteil Letmathe sprechen. Denn der Bahnhof Letmathe ist in Kürze wieder voller Leben. Und das auf ganz besondere Art und Weise, denn die Iserlohner Werkstätten halten nicht nur ein umfangreiches Angebot für Besucher und Bahnreisende vor, sondern ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigung auch Teilhabe am Arbeitsmarkt.

Café und Kiosk mit Nostalgie

„Bahnsteig 42“ – so heißt das neue Café-Bistro im Bahnhof Letmathe, das ab Montag, 13. April 2015, von Mitarbeitenden der Iserlohner Werkstätten in Kooperation mit „dia-service“, dem Dienstleister für Gastronomie der Diakonie Mark-Ruhr, betrieben wird. Im Bahnhof werden außerdem die Redaktion des hauseigenen Magazins „caput“, ein Kiosk, in dem es auch noch selbst ausgesuchte Süßigkeiten in der Tüte gibt, und verschiedene Kulturangebote integriert. Sobald der Verkehrsverbund zustimmt, könnte das Team am Kiosk auch Fahrgastinformationen zu den Abellio-Zügen weitergeben.

„Unser Wunsch ist es, dass der Letmather Bahnhof zum Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger wird. Die Rahmenbedingungen haben wir hierfür gesetzt.“ (Martin Ossenberg, Iserlohner Werkstätten)

Vom Brötchen bis Letmather Krüstchen

Dennis Dorn (l.) ist das „Gesicht“ des neuen Kiosks in der Letmather Bahnhofshalle. An seiner Seite stehen Christophe Hessling (M.) und Dirk Wetjen-Schneider (r.). Gemeinsam mit Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten, haben die beiden das Projekt „Bahnsteig 42“ entwickelt. Im Bahnhof haben 20 Menschen mit und ohne Handicap eine neue Arbeitsstelle gefunden. (Foto: A. Schneider)
Dennis Dorn (l.) ist das „Gesicht“ des neuen Kiosks in der Letmather Bahnhofshalle. An seiner Seite stehen Christophe Hessling (M.) und Dirk Wetjen-Schneider (r.). Gemeinsam mit Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten, haben die beiden das Projekt „Bahnsteig 42“ entwickelt. Im Bahnhof haben 20 Menschen mit und ohne Handicap eine neue Arbeitsstelle gefunden. (Foto: A. Schneider)

In guter Kooperation mit dem Architekten Manfred Kissing und dem Ressort Soziales der Stadt Iserlohn sind Räumlichkeiten entstanden, die sich sehen lassen können und Innen wie Außen ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität versprechen. Unter Begleitung servieren und kochen Beschäftigte der Iserlohner Werkstätten im Café „Bahnsteig 42“. Dabei handelt es sich um Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und besonderen Fähigkeiten. Die Speisekarte des Café-Bistros liest sich viel versprechend. Vom Frühstück, Speisen für den „kleinen Hunger“, über Hausgemachtes und Salate bis hin zu Letmather Krüstchen und Räucherlachs auf Reibekuchen – es bleibt kein Wunsch offen. Auch Kaffee und verschiedene Kuchen werden täglich frisch angeboten. Das Café ist montags bis freitags von 5.30 bis ca. 21 Uhr, samstags von 8 bis 21 Uhr und sonntags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
In der Bahnhofshalle öffnet ein Kiosk neu seine Pforten, der von Zeitungen, Zeitschriften, Snacks und Getränken alles bietet, was das Reiseherz begehrt. Der Kiosk hat montags bis freitags von 5.30 bis 16 Uhr geöffnet. Am Wochenende können die Produkte aus dem Kiosk über das Café- Bistro bezogen werden.

Katrin Brenner backt Sandkuchen

Die große Eröffnungs-Party steigt einige Tage nach der offiziellen Eröffnung, nämlich am Freitag, 17. April 2015. Ab 15 Uhr ist alles für ein zünftiges Fest vorbereitet. Live-Musik gibt’s, abends wird gegrillt, nachmittags serviert das neue Team im Bahnhof Kaffee und Kuchen. Apropos Kuchen: Katrin Brenner, Bürgermeisterkandidatin in Iserlohn und Erste Beigeordnete, möchte einen „Sandkuchen nach alter Tradition“ backen und fürs Kuchenbuffet stiften.

Es soll mit der Eröffnung aber nicht beim einzigen kulturellen-Highlight im Bahnhof Letmathe bleiben, denn unter dem Motto „KAB42“ planen die Iserlohner Werkstätten ab sofort regelmäßig (Kultur-)Veranstaltungen im Letmather Bahnhof. Die erste ist schon vorbereitet: „blind & lame“, das sind Kika und Lucy Wilke, die blinde Mutter und die Tochter im Rollstuhl, treten am Donnerstag, 7. Mai 2015, auf. Das Repertoire umfasst eine Reihe internationaler Musikperlen, die die beiden Münchnerinnen von ihren Reisen durch Südamerika, Frankreich und Afrika mitgebracht haben. Auf der Bühne sorgen die zwei Künstlerinnen mit ihrer temperamentvollen Performance trotz minimaler Besetzung für maximale magische Momente. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Karten gibt es im Bahnhof Letmathe.


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