LRV Kalthof räumt bei Meisterschaften ab

Kalthof. Der Landwirtschaftliche Reiterverein Kalthof erhielt einen
wahren Medaillensegen auf dem Provinzial-­Turnier in Seppenrade. Von vier
möglichen Titeln gewann der LRV Kalthof gleich dreimal Gold.

Die besten Vereins-Jugend-Mannschaften aus dem Provinzialverband Westfalen
leisteten sich einen Wettstreit auf der Anlage in ­Seppenrade. Die
Jugendmannschaften bestritten in der Dressur und in der Kür den Wettkampf der 15
besten Mannschaften. Nach zwei sehr schönen Darbietungen lag der LRV Kalthof auf
dem zweiten Platz.
Weiter ging es im Gelände. Hier ritten drei Starter für Kalthof, wovon zwei
in die Wertung kamen. Und man konnte durch zwei Nullrunden im anspruchsvollen
Gelände den zweiten Platz verteidigen.
Vor dem letzten und entscheidenden Springen lag Kalthof deutlich mit 8,5
Fehlerpunkte hinter dem ersten Platz zurück, auf die Verfolgerplätze drei und
vier war aber nur wenig Differenz.
Nerven behalten
Die Jugendlichen, die zum Teil erst 14 und 15 Jahre alt sind, behielten im
Springen die Nerven. Mit drei Null-Fehler-­Ritten war Platz zwei sicher. Die
zuletzt startende Mannschaft vom RV Saerbeck ­erzielte im
Mannschaftsergebnis 8,75 Fehlerpunkte. Der ­Jubel der Kalthofer war riesig,
im Endspurt hatte es sehr knapp zum Sieg gereicht.
Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten: Ilka Bachmann, ­Lefke Bennemann,
Sina ­Berlet, Michel Brosswitz, Lara Charlotte Carius, Marei ­Flunkert,
Luisa Sophie ­Merkentrup, Gesa Papendick und Sandra Tillmann-Heinemann –
Mannschaftsführerin war Carina Bachmann.
Wiederholungstäter
Schon zuvor konnte die Pony-­Mannschaft ihren Erfolg vom Vorjahr
wiederholen und ­erfolgreich ihren Titel verteidigen.
Hier lagen die Ponykinder, allesamt unter 16 Jahre alt, nach schwungvollen
und präzisen Vorstellungen in der Dressur und dem Gelände ebenfalls auf dem
zweiten Platz. Das Springen verlief nicht ganz fehlerfrei, dennoch reichte es
nach dem Mannschaftsstart im Springen dazu, den zweiten Platz zu verteidigen.

Man musste also das Ergebnis der bis dahin führenden Mannschaft abwarten. Der
RFV Ostbevern hatte nur drei Starter, konnte sich also kein Streich­ergebnis
erlauben. Durch großes Pech brachten zwei Kinder ihre Ponys nicht ins Ziel.
Dies hieß wiederum für die Kalthofer Ponykinder: Sieg in der Westfälischen
Pony-Mannschaftsmeisterschaft. Für Kalthof waren Michel Brosswitz, Nele
Brosswitz, Lara Charlotte Carius, Marei Flunkert, Lisa Marie Lenz und Luisa
Siebert sowie Mannschaftsführerin Carina Bachmann am Start.
Außerdem gab es auf dem Turnier noch Disziplinen-Wettkämpfe. Die Westfälische
Mannschaftsmeisterschaft der Dressur und der Springreiter.
Favoritenrolle nicht gerecht geworden
Im Vorfeld zählten die Dressurreiter sicherlich zum ­Favoritenkreis.
Nicht alle Reiter schöpften ihr volles Potential aus und man verpasste mit einem
vierten Platz knapp das Treppchen.
Die Kalthofer-Starter: Nele Brosswitz, Marei Flunkert, Isabel Wicke.
Mit einem Titel bei den Spring­reitern hätte dagegen niemand gerechnet.
Am ersten Tag blieben von den vier Reitern drei fehlerfrei und setzten sich
souverän als einzige Mannschaft mit weißer Weste an die Spitze. Am zweiten Tag
kam lediglich ein Springfehler in dem anspruchsvollen Parcours durch drei
gewertete Reiter dazu, sodass am Ende auch hier Kalthof jubeln konnte.
Westfälische Jugend-Mannschaftsmeister im Springen sind Sina Berlet, Michel
Brosswitz, Marei Flunkert, Luisa Sophie Merkentrup – Mannschaftsführer ist
Jan Theymann
Dieser Erfolg wurde durch die Verleihung eines Sonderehrenpreises vom
Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft NRW für den erfolgreichsten Verein des
gesamten Turniers entsprechend gewürdigt.