Luftiges Glasdach für Sparkasse Iserlohn

Umbau schreitet voran – Weiter auf Wachstumskurs

Umbau Sparkasse Iserlohn
Das war einmal die Hauptstelle der Iserlohner Sparkasse. Sie soll es auch wieder werden. Das Foto zeigt den Vorsitzenden des Sparkassen-Vorstands Dr. Christoph Krämer (M.) mit seinen Vorstandskollegen Thomas Nagel (l.) und Manfred Schäfer. (Foto: Andrea Schneider)

Iserlohn. Es ist vollbracht. Dr. Christoph Krämer, Manfred Schäfer und Thomas Nagel atmen sichtbar auf. Der Vorsitzende des Iserlohner Sparkassen-Vorstands und seine beiden Vorstandskollegen legen immer wieder die Köpfe in den Nacken, wenn sie die Baustelle der Sparkassen-Hauptstelle am Schillerplatz besuchen. „Das neue Dach ist da“, sagt Dr. Christoph Krämer. „Jetzt kann der Innenausbau auch bei diesen Witterungsbedingungen weitergehen.“

Bei dem neuen Dach handelt es sich um ein Glasdach, das dem alten Gebäude eine völlig neue Ausstrahlung verleihen wird. Denn anders als sein Vorgänger ist es nicht als über dem ersten Stockwerk wie in der Vergangenheit angelegt. Es ist vielmehr tatsächlich das neue Dach der Sparkasse. Die oberen Geschosse sind künftig nicht mehr abgetrennt. Das Geldinstitut präsentiert sich als Einheit – mit heller und transparenter Kundenhalle, mit neuem SB-Foyer, mit Servicepoints, von Mitarbeitern bedienten Kassen und neuer Information.

Wer einen Blick in das Sparkassengemäuer werfen darf, ist zunächst entsetzt, was aus dem Gebäude geworden ist. Pfützen und Eisflächen auf dem Boden, Gerüste und Flatterbänder bestimmen die Sicht. Es ist eiskalt, noch tropft es an vielen Stellen. Da mag Sparkassenvorstand Manfred Schäfer noch so oft witzeln, dass man das mit ein paar Eimern Farbe schnell wieder hinbekommt. In dem in die Jahre gekommenen Gebäude, so scheint es, ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben.

Doch wenn nichts grundsätzlich schief läuft, wird der erste Bauabschnitt bereits im Oktober oder November dieses Jahres bezugsfertig sein. Dann werden die Kunden im neuen Gebäude empfangen. Das Siebeneck, in dem heute die provisorische Kundenhalle betrieben wird, wird anschließend renoviert. Dr. Christoph Krämer rechnet damit, dass die Sanierung gegen Ostern des nächsten Jahres abgeschlossen sein wird.

Noch kann man sich selbst mit viel Phantasie kaum vorstellen, wie die Sparkasse demnächst innen aussehen wird. Doch sobald einige Teilbereiche fertiggestellt sind und damit die Sicherheit auf der Baustelle größer wird, möchte der Sparkassenvorstand einladen, einen Blick auf die Baustelle zu werfen – und vielleicht auch zu erfahren, wie das Provisorium in Richtung Schillerplatz einmal aussehen könnte.

Niedrige Zinsen, mehr Kredite

Es geht also voran am Schillerplatz, und das gilt nicht nur für das Sparkassengebäude. Auch über den geschäftlichen Verlauf im Jahr 2018 gibt es Gutes zu berichten. Insgesamt blickt die Sparkasse auf ein zufriedenstellendes Jahr zurück.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau prägte auch in 2018 viele Beratungsgespräche der rund 140 Kundenberaterinnen und -berater. Darlehn im Gesamtvolumen von 174,8 Mio. Euro wurden zugesagt, das sind vier Prozent mehr als in 2017. Hiervon dienten rund 87 Millionen Euro zur Finanzierung des Wohnungsbaus, das sind etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Förderung des Gemeinwohls gehört zu den Kernaufgaben der Sparkasse Iserlohn. So flossen im Jahr 2018 964 Tausend Euro über Spenden, Sponsoring und PS-Zweckerträge an Iserlohner Einrichtungen. Zusätzlich partizipierte die Stadt Iserlohn in 2018 an den Gewinnen der Sparkasse. Aus dem Jahresüberschuss 2017 flossen 300.000 Euro ins Stadtsäckel.  Unter dem Strich verweist die Sparkasse Iserlohn zum Ende des Jahres 2018 auf einen Jahresüberschuss von 1,3 Mio. Euro, der damit leicht über dem Vorjahresergebnis von 1,26 Mio. Euro liegt.

Heutzutage kommt der Kunde für die Geldgeschäfte zwar seltener zur Bank, das Geldinstitut kommt jedoch auf vielen Wegen zu ihm. Neben Gesprächen im Beratungsbüro finden dabei auch Gespräche beim Kunden daheim statt. Seit dem letzten Jahr werden Beratungen vermehrt telefonisch durchgeführt, denn im Kunden-Service-Center der Sparkasse leisten 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hilfestellung.

Künftig wieder mehr Auszubildende

Mehr als 3,5 Millionen Mal besuchten Kunden und Interessenten die Internetfiliale der Sparkasse im letzten Jahr. Neben den klassischen Transaktionen steigt auch die Bedeutung neuer Angebote. Fotoüberweisungen beispielsweise wurden häufig genutzt, Für das mobile Bezahlen via Smartphone wurden allein in den ersten Wochen dieses Jahres bereits 250 Karten registriert. Die Videolegitimation und die Online-Limitänderung sind ebenfalls seit 2018 neu im Angebot.

Trotz Internet-Banking und obwohl die Sparkasse ab dem 11. Februar die Geschäftsstellen in Gerlingsen und der Iserlohner Heide schließt, setzt die Sparkasse weiterhin auf Nähe. In Dröschede, in Kalthof und am Nußberg bleiben die Selbstbedienungseinrichtungen auch in Zukunft erhalten. Am Nußberg werden darüber hinaus Mitarbeiter der Sparkasse für die Kunden da sein. In den Geschäftsstellen in der Grüne, in Hennen, in Wermingsen und Sümmern wird auch in Zukunft persönlich betreut und beraten.

Zum Ende des Jahres 2018 beschäftigte die Sparkasse 331 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 14 Auszubildende. Deren Zahl soll künftig wieder steigen. Ihnen bietet die Sparkasse nicht nur eine kaufmännische Ausbildung, gern auch in Form des dualen Studiums, sondern im Anschluss auch gute Ein- und Aufstiegs­chancen. Und das in einem Unternehmen, das sich vorgenommen hat, sich im Jahresverlauf 2019 als familienfreundliches Unternehmen zertifizieren zu lassen.

 

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