Luxuslärm präsentiert „Solange Liebe in mir wohnt“

Iserlohn. (th) „Liebe fragt nicht, wo du herkommst – oder wer du bist.“ So lautet eine Zeile aus dem Luxuslärm-Lied „Solange Liebe in mir wohnt“, mit dem die Letmather Band am Donnerstag, 25. Februar 2016, beim deutschen Vorentscheid zum „Eurovision Song Contest“ (ESC) ins Rennen gehen wird.

Diese Zeile beschreibt sehr treffend die Aussage des gesamten Liedes, das die Band im Bewusstsein der aktuellen Flüchtlingssituation geschrieben hat. Das betonte Jini Meyer bei der Vorstellung des Stückes am vergangenen Mittwoch im Iserlohner Rathaus.

Keine Moralapostel

Luxuslärm trete nicht mit „erhobenem Zeigefinger“ auf, stellte Jini Meyer klar. „Wir sind keine Moralapostel.“

Trotzdem nutzt die heimische Band ihre bislang größte mediale Plattform, um eine leidenschaftliche Hymne für die Nächstenliebe in die Welt zu schicken. Mit einem deutschen Text anzutreten und eine Aussage in den Mittelpunkt zu stellen, allein dafür verdienen die Luxuslärmer großen Respekt und Erfolg bei dem Wettbewerb, bei dem sich in den vergangenen Jahren zunehmend nur noch extravagante Showauftritte in den Vordergrund spielten.

Dankbar und aufgeregt

Voller Dankbarkeit und mit großer Aufregung fiebert die Band dem Auftritt entgegen. „Mir zittern jetzt schon die Knie“, sagte Jini Meyer im Foyer des Rathauses vor einer durchaus großen Zuhörerschaft – Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens hatte alle städtischen Mitarbeiter zu diesem Event eingeladen.

Zunächst misst sich Luxuslärm in Köln mit neun weiteren Acts aus Deutschland. Die Zuschauer entscheiden per Voting dann, wer Deutschland im Mai beim ESC in Stockholm vertreten darf.

Public Viewing

Dafür benötigt Luxuslärm auch und besonders die Unterstützung der heimischen Fans. Der Bürgermeister sowie der Geschäftsführer der Südwestfalenagentur, Hubertus Winterberg, riefen dazu auf, am Donnerstag fleißig zu voten. Unter dem Motto „Voting für Luxuslärm“ findet in Letmathe und Hemer je ein Public Viewing statt.

In Letmathe lädt die Werbegemeinschaft mit Unterstützung der Stadt Iserlohn ab 19 Uhr in den Saalbau, 300 kostenlose Karten gibt es in der Stadtinformation, Bahnhofsplatz 2, und in der kleinen Buchhandlung, Hagener Straße 19.

In Hemer findet das Public Viewing ebenfalls ab 19 Uhr im „Alten Casino“ des Sauerlandparks statt, 500 freie Eintrittskarten sind unter anderem im Ticketshop des Parks erhältlich.

Dr. Peter Paul Ahrens verriet im Rahmen der Songpräsentation übrigens, dass er sich das Lied vorher schon einmal bei „YouTube“ angehört hatte. Er, der seit Monaten im alltäglichen Geschäft mit den Herausforderungen der Flüchtlingskrise konfrontiert ist, verstand den Bezug natürlich sofort und war  begeistert von der Aussage des Textes.