Macht auf die Tür: Politik lässt verkaufsoffenen Sonntag in Letmathe zu

Nach langer Verhandlung wurde der verkaufsoffene Sonntag in Letmathe nun zur Freude der Letmather zugelassen. (Foto: Veranstalter)

Nach langer Verhandlung wurde der verkaufsoffene Sonntag in Letmathe nun zur Freude der Letmather zugelassen. (Foto: Veranstalter)

Letmathe. (as) Macht auf die Tür, heißt es am Sonntag, 3. September, in Letmathe. In einer außerordentlichen Sitzung haben Personal- und Hauptausschuss der Stadt Iserlohn am Donnerstagabend beschlossen, den verkaufsoffenen Sonntag zum Brückenfest in Letmathe zuzulassen. Letmathe und das Brückenfest, so heißt es, erfüllen sämtliche Kriterien, auch das Verwaltungsgericht Arnsberg zu überzeugen grünes Licht für den verkaufsoffenen Sonntag zu geben. Das ist rein spekulativ. Denn das Verwaltungsgericht mischt sich erst ein, wenn die Gewerkschaft Verdi gegen diesen offenen Sonntag klagen sollte.
Doch wie wahrscheinlich ist eine Klage? Das Brückenfest erfüllt die Voraussetzung, dass die Veranstaltungsfläche größer ist als die Verkaufsfläche. Außerdem: Die Besucher kommen, ganz gleich, ob die Geschäfte geöffnet sind oder nicht. An diesen Klauseln sind jüngst die verkaufsoffenen Sonntage in Iserlohn, Hagen und Menden gescheitert.
Fabian Tigges, Fraktionsvorsitzender der CDU, ist zuversichtlich: „Die Zahlen in Letmathe stimmen“, sagt er. Außerdem weist er darauf hin, dass die neue, von CDU und FDP geführte Landesregierung spätestens im nächsten Jahr die verkaufsoffenen Sonntage in NRW noch einmal diskutieren werde. Mit dem Ziel, weitere offene Sonntage zuzulassen. Letmathe besteche zudem mit vielen inhabergeführten Geschäften. Das heißt: „Hier stehen die Inhaber selbst hinter der Theke“, sagt Fabian Tigges. Allzuviele Angestellte werden also durch sonntägliche Mehrarbeit nicht belastet.