Märkisches Handwerk: Fels in der Brandung

Iserlohn. Konstanter Umsatz, gleichbleibende Beschäftigung und die Bereitschaft zu Investitionen – das Märkische Handwerk befindet sich auf solidem Kurs. So das Ergebnis der Konjunkturumfrage der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis.

Thomas F. Bock, Dirk H. Jedan, Christian Will (Foto: KH)

Die Kreishandwerksmeister Thomas F. Bock und Christian Will sprachen von „gedämpftem Optimismus“, der aus den Reihen der Meister- und Innungsfachbetriebe zu hören sei. Erwartungsgemäß liegt der Märkische Kreis als wirtschaftliche Indikator-Region damit im bundesweiten Trend.

Die Lage ist gut bis befriedigend

Die Mehrheit der Betriebe schätzt die aktuelle Geschäftslage demnach als gut beziehungsweise befriedigend ein. Lediglich ein geringer Teil ist eher unzufrieden. Die Beschäftigungszahlen sind im letzten Halbjahr überwiegend gleichgeblieben, in vielen Fällen sogar gestiegen. An dieser Stelle punktet das märkische Innungs-Handwerk durch Stabilität und Zuverlässigkeit im Bereich der Arbeitsplätze und ist von einer „Hire-and-Fire-Mentalität“ erfreulicherweise weit entfernt. Besonders bemerkenswert stellen sich diese Ergebnisse laut Thomas F. Bock vor dem Hintergrund dar, dass „wetterabhängige Gewerke wie der Bau-Bereich durch den langen und harten Winter regelrecht auf (Glatt-)Eis lagen und erst seit Kurzem voll durchstarten.“

Der Gesamtumsatz konnte durch die heimischen Innungsfachbetriebe im letzten Halbjahr auf einem konstanten Niveau gehalten und in einigen Fällen sogar gesteigert werden. In Übereinstimmung zum Umsatz stellt sich die Preisentwicklung als äußerst stabil heraus. Mit Kontinuität und Stabilität bieten die Handwerksunternehmen ihren Kunden nicht nur eine Preis- sondern darüber hinaus auch eine Planungssicherheit. Christian Will betont: „Die Stimmung unter den Handwerkskollegen stellt sich als grundsätzlich positiv dar, auch wenn einzelne Branchen noch zulegen müssen.“

Das Handwerk investiert! Das ist ein Ergebnis der Befragung. Trotz eines überwiegend gleichbleibenden Niveaus, sind darüber hinaus ein Viertel der heimischen Handwerksbetriebe gewillt, ihre Investitionen zu erhöhen.

Möglich wird dies durch einen Auftragsbestand in den märkischen Innungsfachbetrieben, der bei rund 7,6 Wochen im Schnitt liegt. Einzelne Betriebe sind sogar für mehrere Monate ausgelastet. „Hierbei handelt es sich natürlich nicht um die Regel“, so Bock, „doch alleine deren Existenz zeigt die solide Auftragslage im Innungs-Handwerk!“ Folgerichtig liegt die Betriebsauslastung derzeit im Durchschnitt bei über 80 Prozent. Zahlreiche Unternehmen verweisen gar auf eine Vollauslastung.

Handwerk bietet Arbeitsplätze

Die Region kann sich somit weiterhin auf ihr Qualitätshandwerk verlassen – und nicht nur die Region sondern auch die Arbeitnehmer. Denn das Handwerk bietet Arbeitsplätze! Immerhin wartet rund jeder fünfte Meister- und Innungsfachbetrieb mit unbesetzten Arbeitsplätzen auf. Fast 30 Prozent der Meister- und Innungsfachbetriebe im Märkischen Kreis suchen momentan ausgebildete Fachkräfte – Hervorragende Zukunftsaussichten für eine Karriere im Handwerk. Und immer noch sind zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Aktuell sucht jeder dritte Betrieb weitere Auszubildende.

Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan zeigte sich mit den Ergebnissen der Konjunkturumfrage zufrieden: „Das märkische Innungs-Handwerk steht als wirtschaftlicher Impuls- und Arbeitgeber wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung. Mit weiterhin solider und guter Arbeit sowie entsprechender Fachlichkeit wird sich die wirtschaftliche Situation des Meister- und Innungs-Handwerks stabil zeigen und hoffentlich noch ausbauen lassen. Es gibt genug zu tun!“