Mason: Fans fordern Rücktritt

Iserlohn. Seit dem 13. Dezember 2010 ist Doug Mason Cheftrainer des Eishockey-Erstligisten Iserlohn Roosters. Bereits in seiner ersten Amtszeit beim Iserlohner Eishockey-Club von Oktober 2003 bis zum Saisonende 2006 war das Verhältnis zwischen dem 58-Jährigen und den Anhängern schwierig. Jetzt scheint das Verhältnis zwischen Fans und Trainer endgültig zerrüttet.

Eine Erfolgsgeschichte ist seine fast dreijährige Amtszeit am Seilersee wahrlich nicht. In der Saison 2010/2011, wo Mason die Roosters im Dezember übernahm und noch bei 26 von 52 Spielen an der Bande stand, reichte es nur zu Platz 12. Ein Jahr später führte der Hollandkanadier die Roosters zwar auf Platz 10, und somit in die erste Runde der Play-Offs, dort scheiterten die Roosters allerdings sang- und klanglos in zwei Spielen an der Düsseldorfer EG.

In der letzten Spielzeit folgte dann der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz und der Negativrekord von zehn Niederlagen in Folge zum Abschluss der Saison.

Schon im März wurden Stimmen laut, die die Entlassung forderten. Doch Club-Chef Wolfgang Brück und Manager Karsten Mende hielten an Doug Mason fest.

Im Sommer sortierte Doug Mason Spieler aus, zeigte sich über die Neuzugänge mehr als zufrieden und gab als Saisonziel Platz sechs an.

Doch die hohen Erwartungen konnten bisher nicht erfüllt werden: Nach einem Viertel der Saison steht nur ein einziger Heimsieg nach regulärer Spielzeit auf der Haben-Seite und dieser resultiert vom ersten Spieltag Mitte September. Bereits drei Mal verspielten die Roosters eine 3:0-Führung auf heimischem Eis.

Immerhin konnten sie zumindest am vergangenen Sonntag gegen Nürnberg noch einen Sieg in der Verlängerung erkämpfen. Bei dieser Partie kam es auch zu den ersten lautstarken „Mason raus“-Rufen – und das trotz der 3:0-Führung der Iserlohner. Ein anderer Teil des Publikums scheint sogar einfach der Halle fern zu bleiben, denn bei den vergangenen beiden Partien am Seilersee kamen jeweils weniger als 3.000 Fans in die Eissporthalle, was den Verantwortlichen – sollte sich die Entwicklung so fortsetzen – Sorgenfalten auf die Stirn treiben wird.

Die nächsten Heimspiele sind sicherlich für alle richtungsweisend. Am morgigen Sonntag, 27. Oktober, treffen die Roosters auf die Hamburg Freezers. Die „Kühlschränke“ werden voraussichtlich mit Ex-Roosters-Goalie Sébastien Caron antreten.

Am Freitag, 1. November 2013, kommt der amtierende Meister aus Berlin an den Seilersee. Sowohl die Hamburger als auch die Berliner sind schlecht in die Saison gestartet. Zwei Niederlagen gegen diese Teams werden die Kritiker nicht verstummen lassen. Eher im Gegenteil. Irgendwann sind die Rufe nicht mehr zu ignorieren.