Meilenstein der Stadtentwicklung: Gewinner des Fotowettbewerbs Lennepromenade

Iserlohn. (as) Das Licht der Straßenlaternen zaubert Reflexe aufs Lennewasser. Im Hintergrund reckt sich der Lennedom im goldenen Glanz. Ein rotes Band verrät, wo Autos fah­ren. Mit einer Langzeitbelichtung hat der Iserlohner Richard Paul die Herzen der Jury im Sturm erobert. Rainer Großberndt, Christine Schulte-Hofmann, Rainer Danne und Thorsten Grote erkannten dem Hob­byfotografen den ersten Preis im Fotowettbewerb Lennepromenade zu, einem Wettbewerb, den Werbegemeinschaft Letmathe und Stadt Iserlohn gemeinsam ausgeschrieben hatten.
Die Bühne des Letmather Saalbaus wurde zum Laufsteg für Preisträger. Während des Neujahrsempfangs der Werbegemeinschaft Letmathe hatten Rainer Großberndt, Organisator der Werbegemeinschaft, und Sponsoren den Gewinnern ihre Preise überreicht. Es galt, einen ersten, einen zweiten und zwei dritte Preise zu übergeben.
Einer allerdings war nicht dabei: Niklas Marl hatte zu spät davon erfahren, dass er mit seinem Foto einen dritten Preis erhalten hatte. Die Preisverleihung fand ein paar Tage später statt.
Dass er überhaupt eine Leidenschaft für die Fotografie entwickelt hat, hat der junge Iserlohner, der in Dortmund Raumplanung studiert, einem Nachbarn zu verdanken. Walter Wagemann heißt der Nachbar, ist 75 Jahre alt und fasziniert von Baustellen. Bei seinen Baustellenausflügen mit der Kamera nahm er den jungen Nachbarssohn gerne mit. Die Begeisterung für Baustellen hat er seinem damals noch kleinen Begleiter gleich mitgegeben. „Es ist faszinierend, die Arbeiten zu fotografieren“, erzählt Niklas Marl. Immer noch zieht es ihn hin zu imposanten Baustellen. Wie die an der Lennepromenade. Wie ein dichter Nebel legt sich der Dampf über Steine und Stufen.
Der Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Letmathe ist mehr als ein Treffen des Handels und der Vereine. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens lobte das Engagement vieler Aktiver am Ufer der Lenne und malte eine Zukunft mit „Stadtspangen“, Café am Fluss und einem quasi runderneuerten Volksgarten. Eines ist für den Verwaltungschef klar: „Die Lennepromenade ist ein Meilenstein in der Stadtentwicklung.“
Der Empfang besitzt eine Strahlkraft, die aus Iserlohn heraus bis nach Lüdenscheid als Sitz des Märkischen Kreises reicht. Deshalb war es für Landrat Thomas Gemke eine äußerst angenehme Pflicht, sich beim Neujahrsempfang ans Rednerpult zu stellen. Mit launigen Worten lobte er das hohe bürgerschaftliche Engagement in Letmathe. Doch schließlich wurde er wieder ernst. Auch in Letmathe müsse natürlich aufgepasst werden, dass die Einkaufstraßen ihr Flair nicht verlieren: „Man kann den Euro nur einmal ausgeben“, sagte Thomas Gemke. „Im Einzelhandel oder im Internet.“ Wo er sein Geld ausgibt, ließ er nicht unerwähnt: „In der eigenen Stadt und in den örtlichen Geschäften zu kaufen, ist langfristig angelegtes Geld.“
Anlegen kann der Landrat sein Geld nun auch in süße, verführerische Lennewellen. Konditormeisterin Caroline Schwanbeck hat das Gebäck kreiert. Es wird jetzt in Letmathe, Altena und Werdohl „am Ufer der Lenne“ verkauft. In Letmathe gibt es die süßen Lennewellen im Punto Doro, bei Schönsinn und in das Eiscafé, alle an der Hagener Straße.