Meilenstein: Ein Zentrum für die Schilddrüse

Zwei Chefärzte, eine Berufung: Dr. Alexander Höfle (l.) und Dr. Andreas Wallasch, der eine Chefarzt der Allgemein- und Viszeral-Chirurgie in Iserlohn, der andere in Menden, wollen mit dem neuen Schilddrüsenoperationszentrum auch das Risiko von Komplikationen verringern. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn/Menden. (as) Die Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK) muten ihren Patienten etwas zu. Etwas Gutes. Das St.-Elisabeth-Hospital in Iserlohn und das St.-Vincenz-Krankenhaus in Menden haben ihre Kompetenzen in einem höchst anspruchsvollen Bereich gebündelt. Sie haben das erste Schilddrüsenoperationszentrum im Märkischen Kreis ins Leben gerufen. Der kaufmännische Direktor beider Kliniken, Andreas Raddatz, spricht gar von einem Meilenstein der medizinischen Versorgung im Nordkreis. Bereits am 15. Oktober hat das neue Schilddrüsenoperationszentrum seine Arbeit aufgenommen. Angesiedelt ist es am Mendener St.-Vincenz-Krankenhaus. „Dort haben wir die OP-Kapazitäten“, sagt Dr. Markus Berghoff, ärztlicher Direktor der KKiMK und damit beider Häuser. „Iserlohn ist nahezu ausgeschöpft.“

Patienten aus Iserlohn brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die Schilddrüsensprechstunde und auch die komplette Vorbereitung auf den Eingriff finden in Iserlohn statt. Nur die eigentliche Operation mit anschließender Verweildauer von durchschnittlich 3,4 Tagen findet in Menden statt. Doch auch dort finden die Patienten vertraute Gesichter. „Für den Eingriff fahre ich mit den Patienten rüber nach Menden und bin auch dort bis zur Entlassung erster Ansprechpartner“, sagt Dr. Alexander Höfle, Chefarzt der Allgemein- und Viszeral-Chirurgie am Elisabeth-Hospital in Iserlohn, früher leitender Arzt des Elseyer Krankenhauses mit dem Schwerpunkt Schilddrüse. Er fährt gern, weil er weiß, dass in Menden nun das beste beider Krankenhäuser gebündelt ist. Die medizinisch-technische Ausstattung, die Kompetenz. „Mit unseren Schilddrüsenexperten Dr. Alexander Höfle in Iserlohn und Dr. Andreas Wallasch in Menden haben wir das Höchstmaß an Kompetenz vor Ort“, sagt Dr. Markus Berg­hoff.

Der ärztliche Direktor setzt genau wie seine beiden Chefärzte auf ein wichtiges Argument, das die AOL erst vor wenigen Monaten wieder auf den Tisch gebracht hat. Vereinfacht heißt das: Je mehr Eingriffe ein medizinisches Team aufweisen kann, desto geringer wird das Risiko einer Komplikation wie beispielsweise einer Stimmbandlähmung. „Wer das vermeiden will, sollte sich für eine solche Operation tunlichst ein Krankenhaus aussuchen, das ähnliche Eingriffe oft macht“, heißt es seitens des Krankenhausreports der AOK. Ein Wert von 1,2 Prozent derartiger Komplikationen ist nach Auffassung des Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinden Ortskrankenkassen bereits sehr gut. Dr. Alexander Höfle aber ist sicher: „Wir werden bald unter 1,0 liegen.“ Oder, wie es Dr. Markus Berghoff formuliert: „Wir wollen Qualität und Zahlen für uns sprechen lassen.“