Mit der „Waldstadt“ in die Segelbundesliga

Fahrt ins Glück: Das Team des Segelclubs Sorpesee Iserlohn schaffte den Einzug in die zweite Segelbundesliga. Die wichtigsten Förderer kommen aus Iserlohn. (Foto: SCSI)

Fahrt ins Glück: Das Team des Segelclubs Sorpesee Iserlohn schaffte den Einzug in die zweite Segelbundesliga. Die wichtigsten Förderer kommen aus Iserlohn. (Foto: SCSI)

Iserlohn. Um die Wurst ging es für die Teams des Segelclubs Sorpesee Iserlohn (SCSI) in den zurückliegenden Wochen. Mit großem Erfolg: Der Verein hat sich die Startberechtigung für die zweite Segelbundesliga im Jahr 2018 ersegelt.
Erste Veranstaltung der Regionalliga West und somit erster Teil der Qualifikation für die zweite Segelbundesliga war der NRW-Cup, der auf dem Ijsselmeer ausgetragen wurde. An drei Tagen gab es neun Läufe bei bestem Segelwetter – 25 bis 30 Grad und zwei bis fünf Windstärken.
Neben den Teams aus NRW trat auch eine starke niederländische Konkurrenz an. Erfahrungen in der „Sailing Champions League 2016“ brachte Wietze Zetsema mit und auch Maarten Jaamin, zweifacher niederländischer Meister, war unter den Teilnehmern. Der SCSI mit Steuermann Rüdiger Margale, Peter und Johannes Bechstein und Georg Robaszkiewicz konnte es bis auf Platz sechs schaffen und wertvolle Punkte für die Qualifikation sammeln.
Die Mannschaft fuhr als bes­tes Team aus der Regionalliga West nach Hause.
Wenig später ging der SCSI als Favorit beim Möhne-Cup der J70 ins Rennen. Bei der J70 handelt es sich um ein enorm gleitfreudiges Kielboot, das aus der Segelbundesliga und der Champions League der Segler nicht mehr wegzudenken ist. Die Iserlohner standen ganz vorn. Auf Platz zwei lag die Seglervereinigung Wuppertal, dahinter lauerte auf Patz drei der Bocholter Yachtclub.
Bei leicht drehenden Winden konnte das SCSI-Team mit Rüdiger Margale, Peter und Johannes Bechstein und diesmal Ulf Weigt zwei Tagessiege für sich verbuchen. Mit den anderen Ergebnissen verwiesen die Iserlohner den Bocholter Yachtclub mit nur einem Punkt Unterschied auf die Plätze. Auch das weitere Teamboot des SCSI – es wurde erst am 13. Mai „offiziell in Dienst gestellt“ – mit Steuermann Reiner Heinings, Ute Heimann, Linus Bayerl und Lina Bechstein konnte sich in dem starken Feld gut behaupten.
Insgesamt gewinnt der SCSI somit die Wertung der Regionalliga West 2017 und ist als Verein 2018 in der zweiten deutschen Segelbundesliga startberechtigt. Ein erheblicher Anteil am Erfolg des SCSI in der laufenden Segelsaison ist der Tatsache geschuldet, dass dem Verein inzwischen eine J70 als Clubboot zur Verfügung steht.
Das Boot wurde bereits im Mai auf den Namen „Waldstadt“ getauft. Der Bootsname zeigt die Verbundenheit des Vereins zu Iserlohn. Mehr als 90 Prozent der Förder- und Spendergelder kamen unmittelbar aus der Waldstadt.
Einen besonderen Dank richtet der Verein an die Bürgerstiftung der Sparkasse Iserlohn und die Sportförderung Iserlohn. Ohne die Unterstützung dieser Institutionen wäre die Anschaffung des Bootes und der damit verbundene sportliche Erfolg nicht möglich gewesen.