Mit künstlerischen Mitteln gegen Kindesmissbrauch

Iserlohn. Sie hat in ihrem Leben schon viel gesehen. Kinder, die plötzlich verstummten, haben sie aufgewühlt. Jetzt hat Ulrike Langguth ihrem Herzen einen Ruck gegeben. Mit mehreren Mitstreiterinnen und Mitstreitern hat die Künstlerin die Benefizveranstaltung „Sogar Kinder!“ auf die Beine gestellt. Es handelt sich um eine künstlerische Annäherung an das Thema „Sexuelle Gewalt in der Kindheit“. Bilder, Texte, Musik, Licht- und Textilobjekte werden das Publikum am Freitag, 12. April, ab 18 Uhr in der Erlöserkirche, im Wiesengrund 90 in Iserlohn, mit dem schmerzvollen Thema vertraut machen.

Über den Köpfen werden fast lebensgroße Püppchen auf Schaukeln durch den Kirchenraum schwingen. Ulrike Langguth, die für die Konzeption des Abends verantwortlich zeichnet, hat sich in Bildern und mit Lichtobjekten mit dem Thema auseinander gesetzt. Beate Assmann stellt Texte vor. Ursula Beck hat sich mit Kalligraphien dem Thema genähert. Textile Arbeiten stammen von Erdmute Gaise-Küper, Renate Sommerfeld und Dorothea vom Hofe-Hecht.

Alle Künstlerinnen möchten ihr Publikum sensibilisieren. Über allem schwebt die Aufforderung: „Schaut hin“.

Der Eintritt in die Erlöserkirche kostet an diesem Abend 20 Euro. Das Geld ist nicht für die Künstlerinnen gedacht. „Mit den Einnahmen unterstützen wir ein Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch in der Kindheit“, sagt Ulrike Langguth. Eine Spendenbescheinigung ist auf Anfrage möglich.

Nach dem künstlerischen Programm möchten die Veranstalterinnen ihr Publikum nicht einfach so entlassen. Es ist Zeit für ein Gespräch. Danach findet ein Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Gottfried Abrath statt.