Mord und Tod zwischen Beeten

Iserlohn. (Red.) Bestattung, Tod, Krimi, Mörder – das klingt zunächst nicht nach einem Stoff, aus dem man Comedy macht. Für die Bochumer Autorin Edda Minck allerdings sind dies genau die richtigen Zutaten, um ihre Heldin wider Willen, Maggie Abendroth, in ein wahnwitziges Abenteuer zu schicken. Am Samstag, 17. September 2011, sind die Besucher der unterhaltsamen Lesung „Totgepflegt – Maggie Abendroth und der kurze Weg ins Grab“ quasi live am „Tatort“. An diesem Abend ist die Autorin um 20 Uhr im Gewächshaus der Gärtnerei Asbeck-Düllberg, Am Hauptfriedhof 1, zu Gast. Einlass ist bereits um 19 Uhr. Karten zum Preis von 10 Euro sind ab sofort in der Stadtinformation Iserlohn, in der Gärtnerei und an der Abendkasse erhältlich.

Edda Minck ist bekannt für recht skurrile Geschichten. Geschichten wie diese: Kann es bei einem Bestatter zu viele Leichen geben? Das ist möglich, muss Maggie Abendroth, frischgebackene Sekretärin im Bestattungshaus Sommer, feststellen. Und nicht nur das: Bei Pietät Sommer ist alles unheimlich, der schweigsame Kollege, Herr Matti, der blasierte Chef, Herr Sommer und die stumme Kundschaft im Keller sowieso. Als dann auch noch ihre Lieblingsorganistin für Trauerfeiern plötzlich verstirbt, steckt Maggie ihre Nase in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen. Gemeinsam mit Freundin Wilma, Herrn Matti und Ex-Kommissar Kostnitz begibt sie sich auf Spurensuche. Bis Maggie Abendroth endlich alle Fäden entwirrt hat, landet sie beinahe selbst im Sarg.

„Vergessen Sie Schimanski. Krimi wird ab sofort so buchstabiert: A wie Abendroth und M wie Minck.“ schrieb Focus Online über Edda Minck, die in Bochum lebt und arbeitet. Wenn sie nicht grad auf den blutigen Pfaden des Krimigenres wandelt, stellt Edda Minck in ihren Romanen und Kurzgeschichten ihren Protagonisten gern die Frage: Sekt oder Selters?

Bei der Lesung im Gewächshaus am Iserlohner Hauptfriedhof lautet die Frage anders: Federweißer oder Zwiebelkuchen? Beides wird den Gästen gereicht.

In Kooperation mit dem Parktheater Iserlohn führt die Gärtnerei Asbeck-Düllberg die Kleinkunst-Reihe im Gewächshaus fort. Der Erlös wird an den Hospizverein Iserlohn gespendet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, schwerkranke und sterbende Menschen auf ehrenamtlicher Basis in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu betreuen. Für diese Aufgabe werden jedes Jahr ehrenamtliche Begleiter in einer umfassenden Schulung für die ambulante Hospizarbeit vorbereitet. Zusätzlich möchte der Verein Anreize zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Komplex „Tod und Sterben” bieten.

Die Autorin Edda Mink bietet mit ihrem Programm die Möglichkeit, sich humorvoll und gleichzeitig mit der notwendigen Ernsthaftigkeit mit der Thematik auseinanderzusetzen.