Müde Roosters verlieren in Ingolstadt

Ingolstadt. Das Play-off-Viertelfinale ist sicher, nun kämpfen die Roosters um das Heimrecht für diese Endrunde. Gegen den ERC Ingolstadt gab es für die müden Roosters aber nichts zu holen, auch weil sie mit einem Pfosten- und einem Lattentreffer auch jede Menge Pech hatten.

Bereits von der ersten Sekunde an übernahmen die Hausherren das Zepter und machten gehörig Druck. Chet Pickard wurde von den Ingolstädter „warm“ geschossen, doch wurde er von seinen Vorderleuten gleich zweimal sträflich im Stich gelassen. Anstatt den Rebound zu kontrollieren durften die Gastgeber oft noch ein zweites Mal auf das Gehäuse der Sauerländer schießen – am Ende zweimal zu oft. Irmen und Taticek (6./16.) brachten die Panther, die noch im Rennen um die Pre-Play-offs sind, in Front. Auf der anderen Seite blieben Chancen Mangelware, da die Roosters selten in der offensive Zone auftauchten. Timo Pielmeier im Tor der Ingolstädter verlebte so einen relativ ruhigen ersten Abschnitt.

Blank trifft

Das änderte sich im Mittelabschnitt. Alledings erst, nachdem die Rooster auch noch das 0:3 kassierten. Raymond versuchte noch für den bereits geschlagenen Pickard zu retten, doch Taticek jubelte über seinen zweiten Treffer des Tages (21.). Die Waldstädter erholten sich von diesem Nackenschlag und Routinier Boris Blank erzielte den Anschlusstreffer. Bassen setzte sich an der linken Bandenseite im Zweikampf durch, spielte den Diagonalpass zum frei vor dem rechten Pfosten stehenden Blank – 1:3 (28.). Danach drückten die Sauerländer weiter, leisteten sich aber immer wieder Fehler im Spielaufbau. Trotzdem hatte Macek in der 34. Minute mit seinem Lattenkracher den zweiten Treffer auf dem Schläger. Nur zwei Minuten später vertändelten die Roosters vor dem eigenen Kasten die Scheibe, McMillan sagte „Danke!“ und machte das 4:1 (36.). Anschließend brachte Pasanen Goalie Mattias Lange für Chet Pickard, der zwischenzeitlich mit drei grandiosen Rettungstaten die Roosters im Spiel gehalten hatte. Der Cheftrainer wollte mit dieser Maßnahme sein Team aufwecken, doch der Effekt blieb aus.

Defensive mit Problemen

In Durchgang drei visiert Blank nur den Pfosten an (42.), ehe Ingolstadt erneut zuschlug.  Die Hausherren nutzten dabei zum wiederholten Male die Iserlohner Defensivschwäche aus. Die Hintermannschaft klärte den Puck nicht aus der Gefahrenzone, Lebler behielt die Übersicht  und zum 5:1 (45.) traf. Damit war das Match endgültig entschieden. Jaspers verbuchte zwar noch den zweiten Iserlohner Treffer nach einem abgefälschten Macek-Schuss, mehr aber war an diesem Tag nicht drin.

Die Statistik:

  • ERC: Timo Pielmeier – Kohl, McNeill; Friesen, Salcido; Köppchen, Wagner; Björn Barta – Buck, Laliberte, Lebler; Alexander Barta, Irmen, Taticek; Ross, Greilinger, McMillan; Thomas Pielmeier, Davidek, Elsner
  • Roosters: Pickard (ab 36:00 Lange) – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Périard, Raymond, Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Friedrich, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Sylvester, Dupont, Ross
  • Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Zehentleitner (Oberstdorf)
  • Tore: 1:0 (05:56) Irmen (Lebler, Salcido), 2:0 (15:25) Taticek (A. Barta, Salcido), 3:0 (20:59) Taticek (A. Barta, Irmen), 3:1 (27:15) Blank (Bassen, Connolly), 4:1 (36:00) McMillan (Ross, Greilinger), 5:1 (45:15) Lebler (Salcido, Buck), 5:2 (53:44) Jaspers (Macek, Button).
  • Strafen: ERC: 8; Roosters: 10
  • Zuschauer: 3.949