Multifunktionshalle bei der Handwerkerschaft

Iserlohn. Der Neubau einer Multifunktionshalle auf dem
Gelände des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis
(bbz) an der Handwerkerstraße rückt in greifbare Nähe. Kürzlich trafen sich
Vertreter des Berufsbildungszentrums und der Stadt Iserlohn zur Unterzeichnung
des Kooperationsvertrages. Kreishandwerksmeister Christian Will und
Bürgermeister Peter Paul Ahrens besiegelten im „Haus des Handwerks“ das, was auf
der operativen Ebene in den vergangenen Monaten konkrete Gestalt angenommen
hatte.
Gefördert wird die Halle, die bereits im kommenden Jahr erbaut und genutzt
werden soll, über das Sonderprogramm des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für
Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“. Diese Integration soll durch einen
übergreifenden und integrativen Lernansatz gelingen: „Wir wollen eine
Durchmischung erreichen“, sagt Kreishandwerksmeister Christian Will. Die
Teilnehmer der Flüchtlingsprojekte des Berufsbildungszentrums werden somit in
sehr engen Kontakt mit anderen Maßnahmeteilnehmern kommen, um ein gegenseitiges
Lernen zu ermöglichen. „Es handelt sich somit um eine Maßnahme für alle
Menschen, die sich auf den Arbeitsmarkt vorbereiten möchten“, sagt
KH-Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan.
Iserlohns Bürgermeister Peter Paul Ahrens freute sich über das Engagement:
„Das bbz geht hier mustergültig vor, das wollen wir auf jeden Fall
unterstützen.“ Mit 680 Quadratmeter Nutzfläche wird die Halle aufgrund ihrer
Größe sehr flexibel und somit schnell umrüstbar werden. Bis zu 100 Auszubildende
können dort gleichzeitig geschult werden.
Von den Gesamtkosten in Höhe von 685.000 Euro übernimmt das bbz 250.000 Euro,
so dass letztlich ein förderfähiger Betrag von 435.000 Euro verbleibt. Die Stadt
beteiligt sich mit 120.000 Euro, die Landesmittel liegen bei 305.000 Euro. Die
Leistungen durch ehrenamtliches Engagement sind noch einmal mit 10.000 Euro
angesetzt. „Die Arbeit bei der Antragstellung verlief Hand in Hand“, berichtete
Iserlohns Stadtplaner Thorsten Grote. Dabei war die Bewilligung keineswegs ein
Selbstläufer, denn es waren über 300 Anträge aus NRW, unter denen die
Förderprojekte ausgewählt wurden.