Nach Ärzte-Erklärung: Peter Liese sagt „Nein“ zu Fahrverboten

CDU-Europaabgeordneter und Arzt Dr. Peter Liese
Ein Ja zur Reduzierung von Feinstaub und Stickoxiden, ein Nein zu Fahrverboten – Peter Liese unterstützt die Initiative der Lungenfachärzte.(Foto: privat)

Iserlohn/Hagen. Aktuell haben über 100 Lungenfachärzte eine Erklärung veröffentlich, in der sie verlangen, die geltenden Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub zu überprüfen. Die Grenzwerte, die nun zu Fahrverboten in einigen Städten geführt hätten, seien „völlig irrsinnig“. Die WELT zitiert den Lungenmediziner Dr. Dieter Köhler, den Initiator der Erklärung, folgendermaßen: „Lungenärzte sehen in ihren Praxen und Kliniken Todesfälle an COPD und Lungenkrebs täglich; jedoch Tote durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgfältiger Anamnese, nie.“

Schützenhilfe bekommt Köhler vom heimischen CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese: „Ich nehme diese wissenschaftliche Stellungnahme sehr ernst und habe schon vor einiger Zeit entschieden, den Schmallenberger Experten Prof. Dr. Dieter Köhler, den Initiator der Stellungnahme, nach Brüssel einzuladen. Vor dem Hintergrund der neuen Diskussion bin ich mehr denn je der Überzeugung, dass Fahrverbote bei geringfügiger Überschreitung der Grenzwerte unverhältnismäßig sind und setze mich daher für eine schnelle Umsetzung der entsprechen Gesetzesinitiative in Deutschland ein“, so der Europaabgeordnete.

Liese erläuterte, dass es selbstverständlich sinnvoll sei Luftschadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub zu reduzieren. „Deswegen ist es gut, Technologie wie zum Beispiel die des Mendener Herstellers HJS einzusetzen. Fahrverbote sind aber unverhältnismäßig“, sagt Liese.