Naphtalin in Hemer

Hemer. Andrea Wolf, technische Dezernentin der Stadt Hemer, kehrte am Mittwoch mit guten Nachrichten aus Düsseldorf zurück. Die Sanierung des mit Naphthalin belasteten Gebäude 15 am Nelkenweg ist im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Konversion Kaserne“ als förderfähig eingestuft worden. 70 Prozent der Kosten können somit aus Landesmitteln des Programms „Stadtumbau West“ bestritten werden.

„Es waren sehr konstruktive und vor allem zielführende Gespräche“, berichtet Andrea Wolf. Sie dankt auch der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Inge Blask, die das Anliegen der Stadt Hemer in der Besprechung im Landesministerium für Wirtschaft, Energie, Mittelstand und Handwerk außerordentlich unterstützt hat.

Im Oktober vergangenen Jahres waren in dem Gebäude, in dem u.a. das Amt für Bildung und Sport, die Geschäftsstelle des Sauerlandparks Hemer, der Volkshochschule und der Lebenshilfe Hemer-Menden untergebracht waren, erhöhte Naphthalinwerte festgestellt worden. Die Stadt Hemer hatte das Gebäude vorsorglich geräumt, die Einrichtungen anderweitig untergebracht und Raumluftmessungen in Auftrag gegeben. Nachdem klar war, dass lediglich das Gebäude 15 den Belastungen ausgesetzt ist, wurden im Dezember Kernbohrungen beauftragt.

Eine Expertenrunde mit Vertretern verschiedener Ingenieurbüros sprach sich anschließend einstimmig für eine Totalsanierung des Bodens in Gebäude 15 aus, um sämtliche gesundheitsgefährdende Gefahrenquellen und Geruchsbelästigungen auszuräumen.

Dank der mündlichen und bald vorliegenden schriftlichen Zustimmung von der Landesregierung könne in Kürze die entsprechende Ingenieursleistung ausgeschrieben und mit den Planungen begonnen werden.