Neue Vortragsreihe: Spannendes aus der Iserlohner Geschichte

Das Team des Iserlohner Stadtarchivs präsentiert die Reihe der stadtgeschichtlichen Vorträge. Los geht‘s am Montag

Das Team des Iserlohner Stadtarchivs präsentiert die Reihe der stadtgeschichtlichen Vorträge. Los geht‘s am Montag, 4. September, mit dem Medienkrieg zwischen König Friedrich II. und Maria Theresia und der Rolle der Iserlohner Tabaksdosen. (Foto: Stadt Is

Iserlohn. Keine Frage. Die stadtgeschichtliche Vortragsreihe des Stadtarchivs Iserlohn, die anläßlich des Reformationsjubiläums in diesem Jahr den Themenschwerpunkt „Glaubenssache(n)“ hat, ist erfolgrich. Fast fünfhundert Gäste besuchten waren im ersten Halbjahr dabei. „Sowohl die Terminierung der religionsgeschichtlichen Vorträge als auch die thematische Vielfalt von der Reformation und Luther bis in die Gegenwart trafen den Nerv des Publikums“, sagt Stadtarchivar Rico Quaschny.
Nun präsentiert das Team des Stadtarchivs das Programm für das zweite Halbjahr.
Am Beginn der Reihe erinnert Dr. Sandra Hertel, eine gebürtige Iserlohnerin, die seit einigen Jahren als Historikerin in Wien arbeitet, an ein in Norddeutschland fast vergessenes Jubiläum. In diesem Jahr jährte sich der Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia zum 300. Mal. Für Dr. Hertel ist dies Anlass, den Medienkrieg zwischen dem preußischen König Friedrich II. und Maria Theresia zu untersuchen. Die Zuhörer werden in dem Vortrag auch erfahren, welche Rolle die Iserlohner Tabaksdosen dabei spielten.
Alle folgenden Vorträge widmen sich Aspekten der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Iserlohn. Dr. Walter Wehner skizziert den Literaturbetrieb von 1945 bis 1965 in Iserlohn, der unter anderem von einer Vielzahl kleinerer Verlage und einem engen Netzwerk aktiver Persönlichkeiten geprägt war. Dr. Karl Ditt aus Münster hat sich ausführlich mit der westfälischen Heimatbewegung von den 1930er bis zu den 1950er Jahren beschäftigt. In seinem Vortrag wird er auf die Rolle des Iserlohner Ehrenbürgers Prof. Dr. Wilhelm Schulte (1891-1986) eingehen, der in dieser Zeit Geschäftsführer des Westfälischen Heimatbundes war.
Die Biografie des Dr. Katz
Einen anderen Lebensweg zeichnet der Iserlohner Wolf R. Seltmann nach. Er hat zur Bio­grafie des vor 40 Jahren verstorbenen Iserlohner HNO-Arztes Dr. Fritz Katz (1900-1977) recherchiert und zeichnet in der Reihe „Iserlohner Köpfe“ den Wandel des Nationalsozialisten Dr. Katz zum engagierten Pazifisten nach.
Im neuen Programm präsentiert das Stadtarchiv Iserlohn auch ein neues Format. In der Reihe „Erzählte Geschichte(n)“ sollen zukünftig in loser Folge persönliche Erinnerungen, Geschichten und Dokumente vorgestellt werden. Dies kann beispielsweise durch Lesungen aus historischen Briefen und Tagebüchern geschehen oder aber mündliche Berichte und Erzählungen von Zeitzeugen. Zum Auftakt der Reihe wird Dieter Franz Loos, der in Iserlohn aufgewachsen und schon vor vielen Jahren verzogen ist, unter der Überschrift „Wo und was ist meine Heimat?“ seine literarisch verarbeiteten Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in Iserlohn vorstellen.
Die Reihe begann am Montag, 4. September, um 18.30 Uhr im Stadtarchiv in der Alten Post, Theodor-Heuss-Ring 5, mit dem Vortrag von Dr. Sandra Hertel.
Das Faltblatt mit der Termin­übersicht und Informationen zu den Vorträgen liegt im Stadtarchiv, bei anderen Kulturinstituten, in der Stadtinformation und im Rathaus am Schillerplatz aus. Es wird auf Wunsch zugesandt und ist zudem im Internet abrufbar (www.archiv-iserlohn.de).