Promis bekennen sich zur Waldstadt

Ein Portrait von sich möchte Rainer Danne gar nicht so gern sehen, wenn es um die fazinierenden Seiten Iserlohns geht. Der Leiter der Städtischen Galerie und Mitarbeiter der VHS schreibt: „Iserlohn hat viele Qualitäten, aber was ich an meiner Heimatstadt am meisten liebe, das sind die großartigen Wälder mit ihren wechselnden Stimmungen im Laufe der Jahreszeiten. Die enge Verbindung von Urbanität und Natur macht Iserlohn zu einem besonders reizvollen und manchmal auch magischen Ort.“ Und er hat ein Foto dazugelegt, das wir Ihnen, den Leserinnen und Lesern, nicht vorenthalten wollen. Einfach hinschauen und träumen… (Foto: Rainer Danne)

Iserlohn. (Red.) Gar nicht lang hat es gedauert. Urplötzlich war es geschehen. Sie hat ihr Herz an Iserlohn verloren. In ihrem Bericht „Iserlohn – find’ ich klasse“ notierte wochenkurier-Redakteurin Claudia Eckhoff in der vergangenen Woche, weshalb sie sich so wohl fühlt in der Waldstadt. Und was schätzen Sie an dieser Stadt? Der wochenkurier hat nachgefragt, zunächst bei vielen Iserlohnern, die in Teil des öffentlichen Lebens sind.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens fasst seine Liebe zu Iserlohn zusammen: „Gerne lebe ich in Iserlohn, weil mich die Unterschiedlichkeit der Menschen und die Natur in Iserlohn immer wieder begeistern. Nicht nur die Einwohner aus 140 Nationen, 500 Vereine mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten und allein 6 Millionen städtische Bäume zeigen auf, mit welcher Vielfältigkeit Iserlohn sich präsentiert. Die Stadt zeigt sich in einer beeindruckenden Komplexität: vielseitig, offen, gegensätzlich und doch in ihrer Gesamtheit voller Harmonie. Auch die leistungsstarke, mittelständische Wirtschaft sowie das kulturelle und sportliche Angebot zeichnet Iserlohn aus. Mein Lieblingsort ist übrigens das Gebiet rund um die Stadtsteiche – hierhin zieht es mich oft mit meiner Frau und unserem Hund. Zur guten Erholung – direkt vor Ort.“

Hier hat der Münsterländer seine Heimat gefunden: IBSV-König Georg Fischer. (Foto: privat)

In wenigen Sätzen fasst Georg Fischer, IBSV-Oberstleutnant und IBSV-König 2012/2013 Bedeutsames zusammen: „Iserlohn finde ich klasse, weil ich das vielschichtige Engagement verschiedener Menschen und Kulturen hier bewundere, weil unser ’Land der tausend Berge’ wunderschön ist, weil unser ’Heimatbier Iserlohner’ gut schmeckt, ich hier meine Frau kennen gelernt habe und ich hier als gebürtiger Münsterländer meine Heimat gefunden habe.“

„Iserlohn finde ich klasse, weil unsere Stadt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung liegt“, sagt Dagmar Freitag, SPD, Mitglied des Bundestags. „Kultur- und Sportinteressierte finden ein umfangreiches Angebot vor, auch gibt es überwiegend gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Kurz: Die Infrastruktur stimmt in vielen Bereichen. Unschlagbar ist natürlich die Lage in unmittelbarer Nähe zur Natur: Ich finde es hervorragend, dass wir zahlreiche Rad- und Wanderwege direkt vor unserer Haustür haben. Und ich schätze die Möglichkeit, stadtnah und gleichzeitig ’dörflich’ leben zu können wie beispielsweise in meinem Wohnort Wulfringsen in Sümmern.“

Es lebe die Curry-Wurst

Henkelmann-Urgestein und Scheiben-Zauberer Carsten Becker finet Iserlohn klasse „wegen der Nähe zum Wald und der guten Luft hier. Ich schätze es, dass man meist auf kurzen Weg und sogar zu Fuß von hier nach da kommt. Noch eine Kleinigkeit: Am Schillerplatz gibt es die beste Curry-Wurst in ganz Deutschland!“ Wir haben erfahren: Der Mann soll sich durchgekostet haben – durch Deutschland.

Er liebt die Geradlinigkeit vieler Menschen in Iserlohn: Museumsleiter Gerd Schäfer. (Foto: privat)

„Iserlohn find ich gut“, sagt auch Gerd Schäfer, Leiter der städtischen Museen. „Unsere Stadt mit jahrhundertealter Geschichte, früh industrialisiert mit tiefgreifenden ökonomischen und sozialen Folgen, heute mehr oder minder mit nahezu allen zeitgenössischen kommunalen Problemen behaftet, wunderbar im Grünen gelegen, mit markanten architektonischen Zeugnissen vergangener Epochen, aber auch mit steinernen Monumenten einer aus heutiger Perspektive falsch verstandenen Urbanität versehen, ist – zusammengefasst – äußerst facettenreich in ihrer Wahrnehmbarkeit. Hier lebe ich gerne, weil ich die Geradlinigkeit vieler Menschen, mit denen ich zu tun habe, schätze, weil mir unsere Stadt, trotz (oder wegen?) ihrer in vielerlei Hinsicht nicht zu übersehenden und manchmal gewöhnungsbedürftigen Ecken und Kanten ein insgesamt doch sehr positives Lebensgefühl vermittelt. Die wunderbare Natur bietet Rückzugsorte und Entspannung, das reichhaltige kulturelle Leben Anregung und Genuss und die Freunde, die ich hier gefunden habe, möchte ich nicht missen.“

So macht auch die Arbeit Spaß

„Ich lebe gern in Iserlohn, weil die Stadt sehr vielseitig ist“, sagt Stadarchiv Rico Quaschny. „Vor allem die landschaftliche Vielfalt, die auf kurzen Wegen erreichbar ist, beeindruckt mich immer wieder. Für Spaziergänge und Wanderungen findet man viele Möglichkeiten. Zum Schwimmen gibt es mit dem Seilerseebad und dem Freibad Schleddenhof ideale Bedingungen, die ich viel nutze. Zudem hat Iserlohn viele stadtgeschichtlich interessierte Einwohner, die auch dazu beitragen, dass mir meine Arbeit Spaß macht.“

Großstadtanonymität wäre für sie undenkbar: Beate Evers, Leiterin der Stadtinformation. (Foto: privat)

Zum Satz „Iserlohn finde ich gut!“ fällt Beate Evers, Leiterin der Stadtinformation folgendes ein: „In einer Stadt zu Hause zu sein, die mir neben Natur, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten auch noch ein breites kulturelles Spektrum bietet, ist für mich persönlich wichtig. Die Möglichkeit ’Natur’ direkt vor der Haustüre zu genießen und gleichzeitig eine attraktive Innenstadt zu erleben, ist ein absoluter Pluspunkt. Iserlohn ist überschaubar und das meine ich nicht im negativen Sinne, sondern sehr positiv. ’Man kennt sich’ und das ist gut so. Großstadtanonymität wäre für mich nicht denkbar.“

Einfach mal „auf’n Strich geh’n“

Urbanität, okay. Natur, gut und schön. Änne aus Dröpplingsen (alias Monika Badtke), die mit ihrem tiefergelegten Rollator zu Ruhm und Ehren gekommen ist, fallen aber auch noch ganz andere Aspekte ein: „Ich finde Iserlohn klasse, weil am Bahnhofsvorplatz im Dunkeln eine blaue Leuchtschiene quer über den Platz verläuft. Da üben meine Freundin Lisbeth und ich immer ’auf`n Strich geh`n’. Wegen dem Gleichgewicht. So`was Schönes finden Sie weit und breit nicht.“

Finden wir auch!

Und was finden Sie an Iserlohn klasse?

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