Rat macht den Weg frei: Iserlohn am 6. Mai verkaufsoffen

Iserlohn. (as) Nun kommt er also doch, der verkaufsoffene Sonntag am 6. Mai. Oder etwa nicht? Vorbehaltlich einer möglichen Klage der Gewerkschaft Verdi hat der Rat der Stadt Iserlohn am Montagabend, 23. April, den Weg frei gemacht für den Shoppingspaß am ersten Mai-Wochenende.

Die Parlamentarier verabschiedeten die „Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus besonderem Anlass in der Iserlohner Innenstadt“. Diese Verordnung ist nichts anderes als eine städtische Genehmigung für alle Innenstadthändler, die Geschäfte am Sonntag, 6. Mai, von 13 bis 18 Uhr zu öffnen.

Nun werden sich viele Iserlohner verwundert die Augen reiben und sich fragen, ob solch eine Verordnung ausreicht, um den verkaufsoffenen Sonntag zu genehmigen. Ja, es könnte ausreichen. Denn Ende März dieses Jahres trat die Neufassung des Ladenöffnungsgesetzes NRW in Kraft. Demnach dürfen Verkaufsstellen „an jährlich höchstens acht Sonn- oder Feiertagen bis zur Dauer von fünf Stunden geöffnet“ sein.

Einen besonderen Anlass, also ein großes Innenstadtevent, muss es nicht mehr geben, damit die Ladentüren aufgesperrt werden dürfen. Die Neufassung des Ladenöffnungsgesetzes hat Verständnis dafür, dass der Einzelhandel auch ohne Heimatfeste für sich werben und auf den Einkaufsspaß jenseits des Internets aufmerksam machen möchte.

Der Iserlohner Autosalon am 6. Mai sei nicht zwingend nötig für einen verkaufsoffenen Sonntag, werde ihn aber noch einmal beflügeln.

Einen Konfrontationskurs zur Gewerkschaft Verdi suchen die Parlamentarier in Iserlohn jedoch nicht. Auf ausdrücklichen Wunsch der SPD-Fraktion wird Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens das Gespräch mit der Dienstleistungsgewerkschaft suchen – damit es am Ende keine böse Überrachung gibt. Weder für die Gewerkschaft, noch für die Stadt und ihre einkaufsfreudigen Besucher.