Rauschgiftfahnder als "Erntehelfer"

Iserlohn. Am Anfang war es ein Verdacht, der aber nach einem polizeilichen Hausbesuch zur Gewissheit wurde. Im Keller eines Mehrfamilienhauses mitten in der Iserlohner Innenstadt konnten die Iserlohner Rauschgiftfahnder am Montagnachmittag, 7. April 2014, eine professionell betriebene Cannabis-Plantage ausheben.

Ausgerüstet mit gleich sieben Durchsuchungsbeschlüssen wurden die Hausbewohner zur besten Kaffee- und Tee-Zeit von den Kriminalbeamten, die personell von Bereitschaftspolizisten unterstützt wurden, in den Keller gebeten. Ein verdächtiger Lüftungsschacht ließ sich erst nach Befragung der Hausbewohner einem Kellerraum konkret zuordnen. Zu diesem Kellerraum hatte allerdings keiner der Anwesenden einen Schlüssel parat.

Hinter der verschlossenen Tür wurden die Ermittler fündig. Genau 79 erntereife Pflanzen, die hier isoliert unter besten Bedingungen mit Zeitschaltung für Bewässerung, Düngung, Licht und Luft aufwachsen durften, wurden wie auch das gesamte Equipment sichergestellt. Das Verfahren wegen des Verdachts des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln richtet sich gegen einen 38-jährigen Iserlohner, der zwar nicht im Objekt wohnt, aber über entsprechende Zugangsmöglichkeiten verfügt.