Rettungsdienste zu Fake-Einsetzen in Lüdenscheid gerufen

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Märkischer Kreis. Ganz üble Scherze leisteten sich Unbekannte mit den Polizeibeamten in der Lüdenscheider Polizeiwache. Vom 9. bis zum 12. Juni, wurden zahlreiche Dienstleister und Hilfsdienste (beispielsweise Energieversorger, Taxen und Pizza-Lieferdienste) zur Polizeiwache Lüdenscheid bestellt, obwohl diese nicht beauftragt worden waren. In drei Fällen konnten Telefonnummern des Anrufers benannt werden, in einem Fall gelang es, den Inhaber zu ermitteln.

Dabei handelte es sich um einen Mann aus Lüdenscheid, der nach bisherigen Ermittlungen bereits mehrfach Opfer ähnlich gelagerter Fälle wurde. Auch hier wurden unter dem Gebrauch seiner Telefonnummer diverse Hilfsdienste mit Aufträgen belegt. Derzeit besteht der Verdacht, dass die Rufnummer des Geschädigten gezielt manipuliert wurde, um ihn in Verbindung mit den missbräuchlichen Anrufen zu bringen.

Der oder die Täter wurden noch dreister. In den Abendstunden des 11. Juni meldeten sie der Polizei über die Notrufnummer verdächtige Personen mit Waffen im Bereich einer Aral-Tankstelle Schalksmühle zu melden. Um 22.08 Uhr erhielt die Feuerwehr Lüdenscheid über die Rufnummer Angaben über einen Verkehrsunfall mit drei Verletzten und einer eingeklemmten Person. In beiden Fällen handelte es sich um Falsch­meldungen, nachdem die Polizei und die Feuerwehr an den angegebenen Örtlichkeiten angekommen waren.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln aufgenommen.

Die Polizei hofft nun, den Unhold schnellstmöglichst zu ermitteln, da es sich hierbei um keinen dummen Jungenstreich handelt, sondern das Strafmaß bei Ermittlung des Übeltäters bis zu einer Freiheitstrafe von einem Jahr Haft reichen kann.