Roosters-Fans üben sich in Kritik

Iserlohn. (ab) Wieder einmal ist die DEL-Saison für die Iserlohn Roosters nach der Hauptrunde beendet. Erst einmal – in der Saison 2007/2008 – konnten die Roosters an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft, den Playoffs, teilnehmen.

Die Beharrlichkeit und Begeisterung der Iserlohner Roosters-Fans sind legendär. Dennoch: Auch unter den treuen Anhängern wird mittlerweile Kritik laut. (Foto: André Beste)

In der letzten Saison scheiterten die Roosters in den Pre-Playoffs, einer Vorqualifikation für die Endrunde, an der Düsseldorfer EG. In diesem Jahr beendet man die Hauptrunde als Vorletzter. Während an anderen Standorten der Eishockeysport jetzt erst in die entscheidende Phase geht, bleibt den Sauerländern also wieder einmal nur die Zuschauerrolle und der Frust über das Verpassen des Saisonziels. Schuld daran sind vor allem die lange Niederlagenserie nach der letzten Länderspielpause Anfang Februar und die eklatante Auswärtsschwäche. In 25 Auswärtsspielen holte das Team von Roosters-Trainer Doug Mason lediglich 16 von 75 möglichen Punkten.

Ein Sieg beim letzten Saisonspiel in Augsburg am morgigen Sonntag, 10. März, würde die Bilanz nicht nennenswert verbessern. Bei so einer Auswärtsschwäche hilft auch die unbestrittene Heimstärke des IEC am Seilersee nicht.

Inzwischen wird auch unter den treuen Anhängern Kritik laut. Diese sehen jedoch nicht in erster Linie die Spieler als die Schuldigen an, sondern werfen vor allem Roosters-Manager Karsten Mende Fehlentscheidungen bei der Kaderplanung vor. Auf Unverständnis stößt außerdem, dass die Roosters die Option der Vertragsverlängerung bei ihrem Coach Doug Mason zogen. Auch ihm werfen die Anhänger unter anderem vor, erfahrene ausländische Spieler zu bevorzugen und somit jungen „hungrigen“ Talenten aus der eigenen Jugend keine faire Chance zu geben, um Eiszeit in der höchsten deutschen Spielklasse zu bekommen.

Ob Roosters-Chef Wolfgang Brück im Sommer personelle Konsequenzen zieht oder ob das Erfolglos-Duo Karsten Mende und Doug Mason auch in der nächsten Saison noch am Seilersee arbeiten wird, darüber kann man derzeit allenfalls mutmaßen. Die meisten Anhänger der Roosters würden sich jedenfalls einen Neuanfang in der sportlichen Leitung wünschen.