Sandra Pawlas übernimmt Arbeitsagentur-Leitung

Iserlohn. (as) Karin Käppel geht, Sandra Pawlas kommt. Die
42-jährige gebürtige Arnsbergerin hat in dieser Woche die Leitung der Iserlohner
Arbeitsagentur übernommen. Zur Übergabe des Amts als Vorsitzende der
Geschäftsführung der Iserlohner Arbeitsagentur war ihre Vorgängerin an ihre alte
Wirkungsstätte zurückgekehrt. Es wird nicht der letzte Besuch von Karin Käppel
in Iserlohn gewesen sein. Denn als Leiterin des Internen Services der Agentur
für Arbeit Dortmund ist die Wahl-Iserlohnerin nun mit den Aufgabengebieten
Personal, Controlling und Finanzen für insgesamt fünf Agenturen und sechs
Jobcenter verantwortlich – darunter auch Iserlohn.
Die Neue an der Spitze der Iserlohner Arbeitsagentur ist kein Eigengewächs
der Nürnberger Behörde. „Eigentlich“, gestand sie bei ihrer Vorstellung, „wollte
ich Berufsschullehrerin werden.“ Doch statt ans Lehrerpult verschlug es die
Wirtschaftspädagogin zur IHK nach Arnsberg: Hier engagierte sie sich, „Jugend in
Arbeit“ zu bringen.
Von Arbeitsagenturen hatte sie nur diffuse Vorstellungen: „Lange Flure,
wartende Menschen.“ Und dennoch sagte sie „Ja“, als sie die Möglichkeit bekam,
für die Arbeitsagentur im Bereich der Berufsberatung zu arbeiten. Schnell kamen
auch andere Aufgaben hinzu. Sie war aktiv in Meschede, Soest, Düsseldorf,
Ahlen/Münster, in Nürnberg und schließlich als Geschäftsführerin Operativ in
Dortmund, bevor sie nun die Leitung der Iserlohner Agentur übernahm.
Sandra Pawlas ist Praktikerin. Und sie ist stolz auf ihren Lebenslauf: „Ich
bin froh, dass ich eine Zeit ‚vorher‘ hatte“, sagt sie.
Jetzt möchte sie „mit einer hohen Verantwortung für die Arbeitsmarktpolitik
des Märkischen Kreises an die bewährte gute Arbeit der Iserlohner Arbeitsagentur
anknüpfen“. Was das genau bedeutet? „Der Kampf um Köpfe hat begonnen“, sagt
Sandra Pawlas. Sie möchte es mit ihrem Team zusammen schaffen, besonders junge
Köpfe für eine Ausbildung in der Heimat zu begeistern. Sie vertritt die Ansicht,
dass gute Noten nicht das einzige Kriterium für einen Ausbildungsvertrag sein
können. „Der zweite Blick lohnt“, sagt sie. Schwächen im Zeugnis ließen sich oft
durch große Begeisterung für einen Ausbildungsberuf kompensieren. Dies ist nur
einer von vielen Ansatzpunkten, mit denen Sandra Pawlas ihre neuen Aufgaben in
Iserlohn angehen wird. Eines ist sicher: Sie wird schnell ihre Netze auswerfen
und Netzwerke knüpfen.