„Sauerland macht lustig“

„Sauerland macht lustig“ - Das neue Reiselesebuch für Wanderfreudige und Wissensdurstige macht richtig Lust auf Ausflüge vor der Haustür. Kurzweilig und knackig beschreibt Autorin Maike Förster, was das Sauerland zu bieten hat. Besonders die Einheimischen werden nicht schlecht staunen beim Lesen - und sie werden oft schmunzeln. (Foto: Claudia Eckhoff)
„Sauerland macht lustig“ – Das neue Reiselesebuch für Wanderfreudige und Wissensdurstige macht richtig Lust auf Ausflüge vor der Haustür. Kurzweilig und knackig beschreibt Autorin Maike Förster, was das Sauerland zu bieten hat. Besonders die Einheimischen werden nicht schlecht staunen beim Lesen – und sie werden oft schmunzeln. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn/Hemer. (clau) Das Sauerland liegt südlich des Äquators. – Stimmt nicht. Nicht mehr. Hat mal gestimmt. Das ist aber schon mindestens 450 Millionen Jahre her. Ein „wenig“ später, im 19. Jahrhundert, waren die Sauerländer auf Draht, vor allem in Altena. Und sie ehrten ihre Pfennige, zumindest, wenn diese für den Biggestausee verwendet wurden…

So liest es sich auf der Rückseite des Buches „Sauerland macht lustig“. Darin stellt die in Hemer geborene Autorin Maike Förster ihre 66 Lieblingsorte und elf Orte zum Staunen wanderfreudigen und wissensdurstigen Lesern vor.

Die Hemeranerin, die heute in Altena lebt, präsentiert ihre Heimat von einer spannenden, überraschenden Perspektive, die Lust macht, die Region einmal selbst oder selbst neu zu erkunden. Die Titelseite ihres Buches ziert ein brünftiger Hirsch. Der röhrt dermaßen demonstrativ, dass auf einen Blick klar ist: Hinter diesem Cover geht es ernst, aber nicht bierernst zu.

„Meine Eltern waren selbst überzeugte Sauerland-Urlauber“, sagt die Autorin. Als Jugendliche konnte die heute 40-Jährige deren Begeisterung nicht aus vollem Herzen teilen: „Mir war das öfter zum Gähnen. Damals hat es mich eher in die große weite Welt hinausgezogen.“ Was es hier vor Ort im Sauerland an Großem, Erstaunlichem und Einzigartigem gibt, wurde ihr erst im Laufe der Jahre bewusst, gesteht sie.

Nun aber gehört Maike Förster zu den absoluten Sauerland-Fans. Die Germanistin und Amerikanistin kennt die Gegend gut, hat sie als freie Redakteurin in alle Himmelsrichtungen bereist, erkundet und ergründet und versteht die als wortkarg verschrienen Ureinwohner gut.

Erschnüffeln und bestaunen

Ihr Buch ist kein klassischer Reiseführer, sondern eher ein „Reiselesebuch“. Es wendet sich an Touristen, die das ihnen ganz unbekannte Sauerland erst einmal ein wenig lesend beschnüffeln wollen, genauso wie an die Einheimischen. Ihnen vor allem zeigt es Bekanntes aus einem anderen Blickwinkel. Besonders weiß sie mit Nie-Gehörtem zu überraschen.

„Auch wir Sauerländer wissen vieles nicht von einander“, lacht Maike Förster. „So haben die Leute im Wildwald Vosswinkel hinter Menden erst durch die Mitarbeit an meinem Buch von der Existenz eines Karnevalsmuseums in Menden erfahren. Da wollen sie nun ihren nächsten Betriebsausflug hinmachen.“

Es ist ein altes Phänomen: Vielen Sauerländern sind die Strände Ägyptens und der Türkei oder die Skyline von Manhattan und die Museen von Paris vertrauter als die Schätze ihre eigenen „Heimat“. – Upps: das Wort allein geht nicht jedem gut runter. Mit einer Prise Humor geht es leichter. Und davon hat Autorin Maike Förster eine Menge eingearbeitet. Persönlich, salopp und ungestelzt schreibt sie sich durch von „A“ wie Abtei Königsmünster bis „Z“ wie Ernst Friedrich Zwirner. Die Texte sind erfreulich kurz und unbelastet von touristischen Einzelheiten. Wer sich näher interessiert für Anfahrtsbeschreibungen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise wird an die jeweiligen Homepages im Internet verwiesen. Kurze Texte und viele, viele großformatige Fotos tragen den Leser kurzweilig und farbenfroh von Altena, über Balve und Brilon, Hemer, Herdringen, Iserlohn, Lüdenscheid, Menden, den Möhnesee, die Nordhelle, Olpe, Rüthen, Soest bis Warstein und Willingen zu insgesamt 66 Orten.

Unerhörtes aus der Region

Klar: In Iserlohn stellt sie die Dechenhöhle, Barendorf und den Drahthandelsweg vor. In Hemer – ja was wohl? – natürlich das Felsenmeer und den Sauerlandpark.

Aber was hat es auf sich mit den Sauerlandpyramiden in Lennestadt-Meggen? Der Hexe von Olpe? Dem Höhlen-Käse aus Attendorn? Der Sauerländer Nachtigall? Dem Denkmal für einen Turm-Hasser in Herscheid? Dem Stoff, aus dem die DDR gemacht war, dem Kierspe ein Museum widmet? Dem Froschkönig von Schmallenberg oder dem Eishäuschen in Hallenberg? Und wo kann man knallen und zündeln für die Forschung, im Zwergenland in Goldrausch verfallen, Kyrill aufs Dach steigen, Wettermachen im Sonnenloch, Wunderwasser schöpfen, den Garten Gottes erkunden?

Hier lang zum Glück

Maike Förster weiß es und behält es nicht für sich. Wenn Sie es nachlesen möchten, liebe Leserinnen und Leser, benötigen Sie das Buch „Sauerland macht lustig“, das im Gmeiner-Verlag erschienen ist. Das gibt es für 14,99 Euro im Buchhandel. Dort kann es auch bestellt werden. Die ISBN-Nummer lautet 978-8392-1470-1.

Mit etwas Glück können Sie auch eines unserer fünf wochenkurier-Frei-Exemplare gewinnen!

Versuchen Sie’s mal mit einer Postkarte und dem Stichwort „Sauerland“ an den

wochenkurier
Friedrichstraße 22
58636 Iserlohn

Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer zu notieren. Aus den Karten, die uns bis Mittwoch, 10. Juli 2013, mittags 12 Uhr erreichen, zieht unsere hauseigene „Waldfee“ die fünf Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.