Schillernde Zukunft für den Platz Intensive Bürgerbeteiligung: Anregungen erwünscht

Iserlohn Schillerplatz
Sie werben mit Bohrkernen und Postkarten für den Besuch der Schillerbox: (v.l.) Volker Keitmann, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schillerplatz-GmbH, Baudezernent Thorsten Grote, Schillerplatz-GmbH-Geschäftsführer Olaf Pestl, Dr. Dagmar Lehmann von der Stadtentwicklungsplanung und Michael Schmitt, Aufsichtsratsvorsitzender der Schillerplatz-GmbH. (Foto: A. Schneider)

Iserlohn. Die Bohrungen reichten bis tief in den Untergrund. Passanten mussten oftmals auf dem Schillerplatz um die abgesperrten Areale Sla­lom laufen. Was geschehen ist und was die Bohrer aus den Tiefen ans Tageslicht befördert haben, lässt sich nun in der neu gestylten Schillerbox erfahren.

Im neuen, schicken Design ist der Glaskasten nun „fit für all die Aufgaben, die jetzt kommen“, wie Michael Schmitt, Aufsichtsratsvorsitzender der Schillerplatz-GmbH, betont. Und das sind einige: „Im Januar haben wir gefühlt fast täglich Veranstaltungen in der Box“, sagt Dr. Dagmar Lehmann von der Stadtentwicklungsplanung der Stadt Iserlohn. Bürgerbeteiligung nennt sich das. Gebündelt werden sollen all die Interessen und Vorlieben der Anrainer, von Kindern, Veranstaltern, Marktbeschickern und vielen weiteren Gruppen, um aus all den Vorschlägen ein Paket zu schnüren, das dem künftigen Investor den Weg in die innerstädtische Zukunft Iserlohns weisen soll.

Bürgerbeteiligung funktioniert aber auch ganz einfach und ohne Veranstaltung. Denn die Stadt hat vor der Schillerbox einen Briefkasten installiert und jede Menge vorgedruckte Karten ausgelegt. „Meine Ideen zum Schillerplatz“, ist darauf zu lesen. Auf der Rückseite können Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen notieren und sie in den Briefkasten werfen. „Wem der Platz auf den Karten zu klein ist – wir nehmen auch Briefe oder E-Mails“, sagt Baudezernent Thorsten Grote. Die E-Mail-Adresse lautet schlicht schillerbox@iserlohn.de.

Wichtig ist aber, dass all die Anregungen bis zum 9. Januar im realen oder virtuellen Briefkasten vorliegen. Denn nur so können sie beim Bürgerforum am Freitag, 11. Januar, von 17 bis 19.30 Uhr im Rathausfoyer vorgestellt und diskutiert werden. Transparenz ist all den Machern um Schillerplatz-GmbH-Geschäftsführer Olaf Pestl wichtig. So transparent wie die gläserne Schillerbox möchten sie die Planungen im Herzen der Iserlohner City vorantreiben. Zurzeit werden die Passanten und Besucher anhand von Bohrkernen und Plakaten informiert über die Funde aus den Tiefen unter dem Schillerplatz. Ein Display, das mit Verspätung geliefert wird, soll bald schon über Veranstaltungen, Vorschläge und aktuelle Planungen informieren.

Nachdem die Menschen dieser Stadt ihre Wünsche und Anregungen zu den Planungen beigetragen haben, hat die Politik im Frühjahr das Wort. Michael Schmitt: „Ich bin guten Mutes, dass wir den Investorenwettbewerb bald auf den Weg bringen können.“ Das wäre der nächste Schritt, um das Areal zu einem Schmuckstück werden zu lassen. Eine schillernde Zukunft für einen wichtigen Innenstadtplatz.