Schillerplatz: Stadt Iserlohn bringt weitere Immobilien in ihren Besitz

Iserlohn. (Red.) Keine Frage: Der Schillerplatz hat eine besondere Bedeutung in Iserlohn. Er ist Scharnier zwischen Innenstadt und Rathaus sowie den nördlich gelegenen Wohnvierteln. Er ist Marktplatz, Standort des Karstadt-Warenhauses und der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse. Und: Er ist in die Jahre gekommen. Vergangen sind die Zeiten, in denen die Stadt mit dem zentralen Platz renommieren konnte. Das soll sich ändern.
Um Einfluss nehmen zu können, wie sich dieses Areal im Herzen der Stadt weiterentwickelt, hat die Stadt Iserlohn nun die Ladenzeile und den Sparkassenanbau erworben. Der Kaufvertrag wurde am Freitag, 28. Juli, unterzeichnet.
Eine Umgestaltung und nachhaltige Entwicklung des Schillerplatzes mit Karstadt-Warenhaus und Rathaus ist für Iserlohn ein zentrales Projekt der Stadtentwicklung. Schon vor drei Jahren hatte sie deshalb das Karstadt-Gebäude erworben.
Der Kauf von Ladenzeile und Sparkassen-Anbau wurde möglich, weil die Sparkasse im Rahmen ihrer Überlegungen zur Sanierung des Hauptstellengebäudes am Schillerplatz festgestellt hatte, dass sie künftig mit einem geringeren Flächenangebot auskommen wird.
Deshalb hat sie sich entschlossen, den Bereich der alten Ladenzeile und des auf Säulen stehenden und in den Schillerplatz hineinragenden Vorbaus selbst abzureißen, sodass an der Ostseite des Hauptstellengebäudes künftig eine klare Linie zum Schillerplatz entsteht. Die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplanes wurde bereits in die Wege geleitet.
„Mit dem nun vereinbarten Verkauf dieses Teilareals an die Stadt stellt die Sparkasse die nicht mehr benötigten Flächen zur Verfügung. Das Schillerplatz-Areal insgesamt wird dadurch größer und erhält vor allem eine klarere Kontur. Die Attraktivität des Bereichs, der künftig durch einen Investor neu gestaltet werden soll, dürfte sich durch die Arrondierung erhöhen. Die Sparkasse freut sich daher, mit dem Grundstücksverkauf einen kleinen Beitrag zur künftigen städtebaulichen Gestaltung zu leisten”, sagt Manfred Schäfer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes. So sieht es auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens: „Mit dem Kauf der Ladenzeile und des auskragenden Anbaus sichert sich die Stadt weitgehende Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten für den künftigen Schillerplatz.“
Unter anderem beinhaltet der Kaufvertrag das städtische Recht, vor die Fassade des neuen Sparkassengebäudes am Schillerplatz einen Anbau mit Durchgang zur Sparkassenkundenhalle zu errichten.
Mike-Sebastian Janke, Stadtbaurat und Geschäftsführer der Schillerplatz GmbH, schildert das weitere Vorgehen. „Ob die Stadt von diesem Anbaurecht tatsächlich Gebrauch macht, hängt aus heutiger Sicht vom Ausgang des für 2018 geplanten Investorenwettbewerbs ab, der in einem ersten Schritt einen städtebaulichen und architektonischen Gesamtentwurf für das Areal liefern soll. Gesucht wird nach derzeitigen Überlegungen ein Investor, der das Warenhaus am Schillerplatz revitalisiert, für neue Karstadt-Formate optimiert und es überzeugend an den neu zu gestaltenden Schillerplatz anbindet. Dabei sollen auch weitere Verbesserungen hinsichtlich der Platzgestaltung, des Gastronomieangebots und der Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt erzielt werden.“