Schornsteinfeger-Glückstour rollte durch Iserlohn

Der Obermeister der Schonsteinfegerinnung Arnsberg Bernhard Mertens und sein Stellvertreter Hans-Jörg Kramer übergaben inmitten der Berufskollegen und Kolleginnen einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Hans-Dieter Assmann hatte an seinem 70. Geburtstag auf Geschenke verzichtet und spendete die erhaltenen 4.640 Euro. Und auch die Geschwister Jennifer und Frank Binz vom Abgas-Analysegerätehersteller „rbr“ übergaben einen Scheck über 4.000 Euro plus 400 CDs mit einen Song moderner deutscher Popmusik, der extra für diesen Anlass komponiert und produziert wurde. Somit konnte man der Glückstour über 11.000 Euro übergeben. (Foto: Rainer Stoye)
Der Obermeister der Schonsteinfegerinnung Arnsberg Bernhard Mertens und sein Stellvertreter Hans-Jörg Kramer übergaben inmitten der Berufskollegen und Kolleginnen einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Hans-Dieter Assmann hatte an seinem 70. Geburtstag auf Geschenke verzichtet und spendete die erhaltenen 4.640 Euro. Und auch die Geschwister Jennifer und Frank Binz vom Abgas-Analysegerätehersteller „rbr“ übergaben einen Scheck über 4.000 Euro plus 400 CDs mit einen Song moderner deutscher Popmusik, der extra für diesen Anlass komponiert und produziert wurde. Somit konnte man der Glückstour über 11.000 Euro übergeben. (Foto: Rainer Stoye)

Iserlohn. (rasto) Angefangen hat es 2006 mit einer Wette. Inzwischen gehört sie zu den größten Aktionen, die vom Berufsstand der Schornsteinfeger veranstaltet wird: die Glückstour. In diesem Jahr hat Wolfgang Bosbach, Mitgried des Bundestags und Vorsitzender des Innenausschusses, die Schirmherrschaft übernommen. Schornsteinfeger aus dem gesamten Bundesgebiet werden vom 20. bis 26. Juni 2013 rund 1.000 Kilometer mit dem Rennrad zurücklegen. Doch auch weniger Geübte können Teiletappen im Sattel erleben. Unterwegs, sowie an den Zielorten der sieben Etappen können sie zu Gunsten krebskranker Kinder beachtliche Beträge an Spenden in Empfang nehmen – so wie es am Donnerstag in Iserlohn geschah.

„Unser Ziel ist, mit Hilfe der Glückstour die schlimme Krankheit Krebs bei Kindern zu lindern“, umschreiben die Organisatoren ihr Engagement. Über eine Million Euro kamen bisher als Spende zusammen. Die neue Rekordsumme 113.000 Euro wurde im Vorjahr erreicht. Auch in diesem Jahr will man an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Die Glückstour 2013 führt unter dem Motto „Eine Welt ohne Kinder, ist wie ein Himmel ohne Sterne“ durch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Inzwischen ist die Anerkennung für die jährlich stattfindenden Veranstaltungen nicht nur im eigenen Berufsstand sondern auch in der Öffentlichkeit enorm groß.

Herzlich willkommen! Ob in traditioneller Berufskleidung oder in Zivil, viele Zuschauer erwarteten die in Verl mit dem Rennrad gestarteten Schornsteinfeger der Glückstour, die trotz Unwetter nach gefahrenen 112 km gutgelaunt in Iserlohn ankamen. (Foto: Rainer Stoye)
Herzlich willkommen! Ob in traditioneller Berufskleidung oder in Zivil, viele Zuschauer erwarteten die in Verl mit dem Rennrad gestarteten Schornsteinfeger der Glückstour, die trotz Unwetter nach gefahrenen 112 km gutgelaunt in Iserlohn ankamen. (Foto: Rainer Stoye)

Erstes Etappenziel: Iserlohn

Der Startschuss für die erste von sieben Etappen fiel in Verl. Hier setzten sich am Donnerstag 35 Glücksbringer in Bewegung, um nach rund einhundert Kilometern das Zwischenziel Iserlohn zu erreichen. Trotz Gewitterregen, der zwischenzeitlich wolkenbruchartig niederprasselte, kam die Truppe nach Zeitplan pünktlich an.

Weiter ging es am Freitag nach Mönchengladbach, am Samstag wurde dort die Fahrt nach Aachen gestartet. Am Sonntag werden die Glückstourradlerinnen und -radler in Sankt Augustin erwartet, dann geht es am Rhein entlang bis nach Rüdesheim. Aschaffenburg ist das vorletzte Etappenziel, bevor am Mittwoch die letzte Strecke im Sattel bewältigt wird und man in Würzburg angekommen ist.

In traditioneller Berufskleidung empfingen die Kollegeninnen und Kollegen der Schornsteinfegerinnung Arnsberg die Radfahrer und überreichten einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Doch es sollte noch Steigerungen geben. Hatte doch der Chef der Assmann-Versicherungsmakler, Hans-Dieter Assmann, vor einigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert und statt Geschenken um Spenden für diese gute Sache gebeten. Der kamen seine Gäste gerne nach und es kam die stolze Summe von 4.660 Euro zusammen. Weitere 4.000 Euro kamen durch die seit 27 Jahren für Schornsteinfeger wichtige Abgas-Analysegeräte fertigende Firma „rbr“-Messtechnik dazu. Die Geschwister Binz führen seit dem Tod des Vaters gemeinsam den Betrieb; Jennifer ist für Marketing zuständig, Frank der Geschäftsführer. Alleine in Iserlohn kam die Gesamtsumme von 10.640 Euro zusammen.

Schornsteinfeger im Kampf gegen Krebs

War bisher die Chemotherapie, mit schweren Nebenwirkungen und Schädigung noch gesunder Organe, die einzige Waffe im Kampf gegen den Krebs, so kann man dank dieser Spenden beispielsweise bei der Forschung und Entdeckung neuer Immuntoxine gegen Leukämie beitragen. Oder Rehakliniken, Hospize, Wohnheime und weitere Projekte fördern. Die Aktion stellt jedoch nicht nur die Hilfe für krebskranke Kinder sicher. Die Förderung von Forschungsprojekten trägt auch dazu bei, dass gesunde Kinder nicht krank werden.

Mit der Durchführung solcher Veranstaltungen zeigt alljährlich ein gesamter Berufszweig des Handwerks, dass er sich für den Kampf gegen Kinderkrebs einsetzt und viel bewegt. Der Verein wurde im Mai 2005 vom inzwischen verstorbenen Jürgen Stricker, der selbst Betroffener dieser heimtückischen Krankheit war, und weiteren Kollegen gegründet.

Glückstour: Jede Spende hilft

Der Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ ist für jede Spende dankbar. Besonders stolz können die Organisatoren sein, weil jeder Cent in die Hilfe für krebskranke Kinder fließt. Wer bei dieser nacheiferungswürdigen Aktion mitmachen möchte, kann nach seinen Möglichkeiten mitmachen. Das Überweisungsformular an die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold (BLZ 472 601 21), Konto-Nummer 503 003 09 ist mit dem Vermerk „Glückstour Schornsteinfeger“ und unter Angabe des Spenders auszufüllen. Schornsteinfeger und Partner aus Wirtschaft, Politik, Sport und Medien hoffen, dass mit Hilfe der Glückstour viele Menschen erreicht werden und man somit weiterhin den an Krebs erkrankten Kindern helfen und deren Eltern unterstützen kann.