„Schütte Meyer“ beantragt Insolvenz

Letmathe. Die Verantwortlichen der Firma „Schütte Meyer + Co. Gusstechnik“ aus Letmathe haben beim zuständigen Amtsgericht in Hagen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat daraufhin den Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Dr. Dirk Andres von der Kanzlei Andres Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens bestellt.

Andres ist gegenwärtig mit seinem Team vor Ort und verschafft sich einen Überblick über die wirtschaftliche Ausgangssituation des Gusstechnik-Spezialisten. Sein Ziel ist die umfassende Sanierung und langfristige Fortführung des Unternehmens. „Unser Fokus liegt zunächst darauf, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Auf Basis dessen werden wir dann alle uns zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen überprüfen“, sagt Andres. Im Zuge dessen hat er bereits Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufgenommen.

Die 94 Mitarbeiter des Unternehmens hat Andres heute über das Verfahren und die weiteren Schritte informiert. Sie erhalten anstelle ihrer Löhne und Gehälter Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds wird beantragt.
Der Geschäftsbetrieb wird derweil ohne Einschränkung fortgeführt. Die wesentlichen Kunden und Lieferanten haben bereits signalisiert, weiter mit Schütte zusammenarbeiten zu wollen.
Die „Schütte, Meyer + Co. Gusstechnik“ wurde im Jahr 1899 gegründet. Der Betrieb ist in der Erzeugung und des Handels von Gusserzeugnissen aller Art im In- und Ausland tätig. Die Gussteile von Schütte werden dabei unter anderem in Baumaschinen, Schienenfahrzeugen, Walzwerksanlagen, Rohrwerken, Chemieanlagen, Fahrzeugen, Brückenbau und überall dort, wo hohe dynamische Belastung und Verschleiß auftreten, eingesetzt.
Schütte liefert Stahlgussteile unbearbeitet, mechanisch vor- oder auch einbaufertig bearbeitet, je nach technischer Anforderung des Gussteiles an die Festigkeit oder Zähigkeit im späteren Einsatz.