Schwierige Bedingungen: Erfolgreich an der Börse

Planspiel Börse
Das Planspiel Börse der Sparkassen war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung für die Teilnehmenden. Brexit-Verhandlungen und auch die Aktionen von Donald Trump hatten massiven Einfluss aufs Börsengeschehen. Doch die Iserlohner Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlugen sich wacker. (Foto: Sparkasse)

Iserlohn. Nach zehn spannenden Wochen endete kürzlich das 36. Planspiel Börse.Über 100.000 Teilnehmer aus 15 Ländern haben mit virtuellem Startkapital ihr Geschick an der Börse getestet und einige waren dabei besonders erfolgreich.

Die europäischen Sparkassen vermitteln mit dem Planspiel Börse finanzielle Bildung spannend, praxisnah und „zum Anfassen“. Die Sparkasse Iserlohn ist seit der Anfangszeit des Planspiels Börse vor über dreißig Jahren dabei.

In diesen zehn Wochen versuchten die Teilnehmer, ihr fiktives Kapital durch den gezielten Kauf und Verkauf von Wertpapieren zu steigern. Die Abrechnung erfolgte dabei nach realen Börsenkursen. Bei den Schülern startete jedes Team mit 50.000 Euro Startkapital, die Studenten mit 100.000 Euro.

Politische Ereignisse wie u.a. die Brexit-Verhandlungen und der Wirtschaftskurs in den USA wirkten sich während der Spielzeit auf die Kurse aus: Der Spielverlauf war durch viel Bewegung am Aktienmarkt und auch Kursverluste für die Teilnehmer gekennzeichnet, der Dax erreichte sein Jahrestief. Aufgrund der angespannten Börsensituation konnten nur sieben Prozent der Teilnehmer einen Depotgewinn verzeichnen.

Der dritte Platz in der Schülerwertung ging in diesem Jahr an das Team „Crew love is true love“, von der Gesamtschule Iserlohn am Nußberg, bestehend aus Jessica Pereira Vieira, Erna Ambeskovic und Markella Michou. Auf Platz zwei kam die Gruppe „Elite Trader“ vom Märkischen Gymnasium mit den Jung-Börsianern Moritz Scheen, Loris Martinek und Lukas Riedel. Die Gesamtschule Iserlohn sicherte sich mit dem Team „SLAM“ die Pole-Position in der Kategorie der „Schüler“. Erfolgreich waren hier Sandra Wosnitza, Amelie Gandt, Marlon Michaelis und Laura Suchy.

Im Planspiel Börse Plus gehen Studenten mit fiktiven 100.000 Euro an den Start. Den dritten Platz und zweiten Platz erreichten Studenten-Teams der Fachhochschule Südwestfalen Standort Iserlohn, „Mister_T“ alias Varun Thiruchelvam und Jonas Wiegmann. Der dritte im Bunde und Sieger, Manuel Bieker, wohnt in Iserlohn und studiert an der RWTH Aachen.

Zusammen mit der Siegerehrung der Sparkasse Iserlohn für Schüler und Studenten wurden auch wieder die erfolgreichsten drei Teams in den Kategorien „Lehrer“ und „Journalisten“ ausgezeichnet.

In der Kategorie der Lehrer kam Martrin Isbruch vom MGI auf den dritten Platz und Susanne Hoffmann, Lehrerin an der Kilianschule, auf Platz zwei. Die Pole-Position bei den Lehrern hat in diesem Jahr Tina Grote inne; im letzten Jahr noch auf Platz zwei. Bei 944 teilnehmenden Lehrern bundesweit belegte sie damit einen beachtlichen 58. Platz. Und von den am Spiel teilnehmenden 90 Lehrkräften des SVWL (Sparkassen Verband Westfalen-Lippe) erreichte sie sogar den achten; in Iserlohn ist sie die unangefochtene Nummer 1.

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Sparkasse Iserlohn ihre Siegerehrung zum Planspiel Börse noch vor den Weihnachtsfeiern. Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen an der Hauptstelle am Schillerplatz, konnte dieses Event wie im letzten Jahr auch schon, nicht im Sparkassengebäude stattfinden. Mit dem „Restaurant Esszimmer“ in der 1A-Passage fand sich jedoch ein vortrefflicher Ersatz. Ingeborg Woywod, Abteilungsdirektorin des Vorstandsekretariats/PR, ließ es sich nicht nehmen, die Urkunden und Geldpreise an die Gewinner persönlich zu überreichen. „Seit Spielstart im September“, so Ingeborg Woywod, „haben die unterschiedlichsten politischen sowie wirtschaftlichen Störfaktoren Einfluss auf das Börsengeschehen genommen.

Die Teilnehmer haben sich im Wettbewerb aktiv mit den Chancen und Risiken von Wertpapieren auseinandergesetzt. Anhand der Permanentabrechnung mit aktuellen Kursen erlebten sie, wie sich ihre Entscheidungen unmittelbar auf ihr Spielkapital auswirkten. Diese direkten Erfahrungen prägen ein besseres Wirtschaftsverständnis, wovon die Teilnehmer auch später bei eigenen Finanzentscheidungen profitieren.“