Shopping für Bedürftige

Iserlohn. (clau) Eine Boutique für Familien, die kein Geld haben, hatte bisher gefehlt. Bedürftige Iserlohner finden zwar schon seit Jahren in der „Caritasche“, der Iserlohner Tafel, für kleinste Beträge eine breites Angebot an Lebensmitteln, aber keine Bekleidung. Am Montag hat nun der Gebrauchtkleiderladen an der Karlstraße unter dem Namen „CariChic – die Familienboutique“ eröffnet.

Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Kleiderkammer, sondern zeitgemäß um einen „Kleider-Laden“. Damen- und Kindergarderobe wird in den frisch renovierten Räumen an der Karl-/ Ecke Brüderstraße präsentiert. Die Herrenbekleidung ist im Ladenlokal gegenüber eingezogen. Hier am alten Standort der Caritasche vor ihrem Umzug in die großzügigen Räume an der Pütterstraße kann nun für Kleinbeträge geshoppt werden.

Ein Team aus ehrenamtlichen Helfern unter der Regie der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Silvia Kretschmer und Waltraud Schierhold sortiert die gespendete Gebrauchtkleidung. Dabei gilt: Nur was die Helfer selbst für sich kaufen würden, wandert erst in die Waschmaschine, dann über das Bügelbrett und landet schließlich auf dem Kleiderständer oder im Regal. Kleidung, die nicht mehr absolut einwandfrei ist, kommt in den Container. Der Erlös daraus fließt wiederum den Caritas-Kinderprojekten vor Ort zu. Kleiderspenden aller Art können montags bis freitags im Caritas-Haus an der Karlstraße 15 abgegeben werden.

In der CariChic-Boutique einkaufen können übrigens nur nachweislich Bedürftige (Hartz IV, Grundsicherungs-Wohngeldempfänger). Geöffnet ist die Boutique zunächst nur montags von 13 bis 16 Uhr. Überschüsse aus dem Verkauf fließen unter anderem dem Projekt „Zeitgeschenk“, dem ambulanten Kinder- und Familienhospizdienst zu.

Den Anschub gegeben hat der Rotary-Club Iserlohn. Seine Spende von 10.000 Euro half, das notwendige Inventar wie auch Waschmaschinen und Trockner anzuschaffen.

„Gute Mode. Gute Tat.“ – so heißt das Motto der CariChic-Boutique. Auch hier gilt wieder, was die Ehrenamtlichen der Caritasche schon lange von ihrem Projekt sagen: „Gut, dass es uns gibt. Aber auch schade, dass es uns geben muss.“