Sören Fritze bleibt ein weiteres Jahr bei den Kangaroos

Sören Fritze (re.) wird dem Team der Kangaroos erhalten bleiben. (Foto: Iserlohn Kangaroos)

Sören Fritze (re.) wird dem Team der Kangaroos erhalten bleiben. (Foto: Iserlohn Kangaroos)

Iserlohn. Eigentlich stand er schon kurz vor dem Absprung. Aber er bleibt doch: Sören Fritze hat sich dafür entschieden, Teil der Iserlohn Kangaroos zu bleiben. Weil er die Vorteile sieht – und sich im familiären Umfeld des ProB-Ligisten unglaublich wohlfühlt.

„Die Frage, die man sich als Spieler nach einer Saison stellt, ist: Wo will ich hin?“, erklärt der 22-Jährige. Will man höher spielen, Rollenspieler sein und vielleicht nur quotenmäßig zugeteilte Minuten abgreifen?
Oder ist es wichtiger, zu spielen, Entscheidungen treffen zu dürfen, ein Leistungsträger zu sein? Diese Frage hat Sören Fritze für sich beantwortet. Mit dem Schluss: „Die Perspektive, die zugedachte Starter-Rolle im Team in Iserlohn, ist für mich spannender, als irgendwo eventuell Bankwärmer zu sein.“
Tolles Umfeld
Hinzu kommt, dass er das Umfeld im Sauerland zu schätzen gelernt hat. „Hier wird man nicht im Stich gelassen, findet immer ein offenes Ohr. Egal, ob im Büro, am Telefon oder in der Halle“, so Fritze. Und dieses Gefühl hatte er an noch keinem anderen Standort seiner noch jungen Karriere, so der ehemalige MVP der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga.
„Was man als Spieler in Iserlohn erlebt, ist nicht selbstverständlich. Weder auf sportlicher Ebene noch innerhalb des Teams oder auch beim Support der Fans. Die Atmosphäre in unserer Festung ist der Wahnsinn“, so Fritze.
Kangaroos-Manager Michael Dahmen schätzt sich glücklich, dass Fritze den Kangaroos ein weiteres Jahr erhalten bleibt: „Ich glaube, dass Sörens Entscheidung, in Iserlohn zu bleiben, für beide Seiten momentan die allerbeste Entscheidung ist und damit auch eine Signalwirkung hat. Sowohl für das Team als auch für alle Kangaroos-Anhänger und Unterstützer. Er passt perfekt in unser Konzept. Und ich bin mir sicher, dass er eine ganz wichtige Stütze für das Team sein wird.“
Nicht zuletzt ist Fritze auch das Team ans Herz gewachsen. Dass sich durch den Umbruch eventuell eine Verschlechterung der Teamchemie ergeben könnte, glaubt er nicht. Im Gegenteil. „Dadurch, dass wir alterstechnisch alle auf einem ähnlichen Level sind, ist es in Iserlohn recht entspannt“, sagt der Combo-Guard. Exemplarisch nennt er Neuzugang Nikita Khartchenkov einen „überragenden Typen, der, obwohl er den Altersschnitt hebt, spielerisch und was den Humor angeht, auf einer Wellenlänge mit uns liegt“.
Aber auch die Jungs aus Gießen (Simon Kutzschmar und Viktor Ziring, Anm. der Red.) seien sympathische Burschen. Sie alle eint der Wunsch nach sportlicher und persönlicher Entwicklung. Und nach Erfolg.
Dass in der kommenden Saison noch ein wenig mehr von ihm erwartet werden wird als schon in der vergangenen Spielzeit, stört den 22-Jährigen nicht.
Mehr Verantwortung
Im Gegenteil. „Ich will Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und dem Team so helfen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Ich will, dass sich das Team, die Fans und die Verantwortlichen auf mich und meine Leistungen verlassen können“, sagt der gebürtige Hagener. Dabei stehen zweifelsfrei nicht nur seine Scorer-, sondern auch seine Pass- und Defensequalitäten im Fokus. Das Gesamtpaket eben.
Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere wird er eine zweite Saison in der Bundesliga im gleichen Verein spielen. Entsprechend fallen das Kennenlernen und Eingewöhnen weg. „Natürlich habe ich mich nach der letzten Saison erstmal umgesehen, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt mit den Kangaroos abgeschlossen. Michael Dahmen hat die ganze Zeit Kontakt zu mir gehalten – und das hat mich letztlich auch überzeugt zu bleiben“, sagt Fritze. Auch die Akribie, die Headcoach Dragan Torbica in der Trainingsarbeit an den Tag legt, begeistert ihn: „Dragan ist basketballverrückt, im positivsten aller Sinne. Er macht einen als Spieler besser, sieht Dinge, die anderen häufig gar nicht auffallen. Ich freue mich sehr auf die intensive Zusammenarbeit“, sagt Fritze.
„Sören ist genau der Spielertyp, den wir in unserer Mannschaft haben wollen. Er ist jung, hungrig, hat bereits Erfahrung und hängt sich voll rein. Er ist ein guter Scorer und ein aggressiver Verteidiger. Und ich erwarte, dass er sich weiter verbessert. Er muss ein Anführer auf dem Feld sein und sich und seine Mitspieler besser machen“, sagt Torbica über seinen Combo-Guard.