Sparkasse Iserlohner: Großer Wurf am Schillerplatz

Sie planen einen großen Wurf für die Sanierung der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle am Schillerplatz (v.l.): Architekt Ruprecht Melder (Büro „Chapman Taylor“)

Sie planen einen großen Wurf für die Sanierung der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle am Schillerplatz (v.l.): Architekt Ruprecht Melder (Büro „Chapman Taylor“), Dr. Christoph Krämer (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Iserlohn), Manfred Schäfer (stellvertr

Iserlohn. (clau) Die Sparkasse Iserlohn will fünfzig Jahre nach der Grundsteinlegung für die große Erweiterung ihrer Hauptgeschäftsstelle am Schillerplatz ihr Stammhaus nun kompakt und zeitgemäß überarbeiten. Dabei soll nicht zaghaft gekleckert, sondern beherzt geklotzt und kernsaniert werden. Rund 18,6 Millionen Euro sollen in das Gebäude fließen, um es fit zu machen für die Zukunft.

Profis am Werk
Das Haus mit einem Kern aus den Dreißigern ist in die Jahre gekommen. Energieeffizienz, Haustechnik, Betriebssicherheit und Brandschutz, Raumaufteilung und Funktionalität – in all diesen Punkten steht ein Quantensprung unmittelbar bevor, sofern die zuständigen Gremien auf Seiten der Stadt und der Sparkasse den Planungen zustimmen. Zum Jahreswechsel sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen können.
Die Maßnahme wird gemeinsam ausgeführt durch die Architektenbüros „Chapman Taylor“ (äußere Gebäudehülle) und „bkp kolde kollegen“ (innere Arbeitswelten). Die Firma JBR-Partner steuert das Projekt und übernimmt das Baucontrolling.
Klare Linien und viel Licht
Das Geldhaus am ebenfalls ganz neu zu gestaltenden und demnächst tiefergelegten Schillerplatz soll einer radikalen Verjüngungs- und Verschönerungskur unterzogen werden. Die Arkaden bleiben. Die Ladenzeile, der auf Säulen in den Platz ragende Vorbau, der Vorstandbau zum Schillerplatz aber werden abgerissen, genauso wie der Balkon zum Theodor-Heuss-Ring. Kein Glaspalast, sondern ein massiver, aber homogener, freundlicher Baukörper mit klaren Gebäudekanten und bodentiefen Fenstern soll entstehen. Er wird eingefasst in großformatige, helle Platten. Tageslicht soll ihn durchströmen: Allein das Glasdach über der viergeschossigen Kundenhalle mit Selbstbedienungsbereich und transparenten Beratungsräumen wird vierhundert Quadratmeter umfassen.
Es entstehen neue Galerieflächen, koppelbare Schulungsräume und ein zweigeschossiger Veranstaltungsraum mit Sitzplätzen für 153 Personen. Auch für das Team des Kunden-Service-Centers und der Stadtwerke wird zukunftsweisend neuer, moderner Arbeitsplatz geschaffen werden.
Insgesamt sind 10.000 Quadratmeter umzubauen, wobei die Nutzfläche um rund 860 Quadratmeter verkleinert wird. Private und gewerbliche Kunden werden am Schillerplatz von rund 80 Beratern und Beraterinnen betreut. Sie sollen während der etwa anderthalbjährigen Umbauphase nichts entbehren müssen. Ein ganzer Teil der Kundenhalle und auch die Tresorfach-Anlage bleiben erhalten. Außerdem werden übergangsweise jeweils nur einen Steinwurf von der Baustelle entfernt Geschäftslokale und Büroetagen angemietet. „Uns gefällt die Planung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Krämer. „Es herrscht Aufbruchstimmung im ganzen Hause. Wir werden jetzt zusammenrücken und freuen uns schon auf die zukünftigen Räumlichkeiten.“