„Stadtspangen“ im Bau: Die Lenne kommt in Letmathe an

Iserlohn. (Red/clau) Nachdem die Lennepromenade im Mai im Rahmen des
landesweiten Tags der Städtebauförderung eingeweiht werden konnte, ist in
Letmathe seit Anfang der Woche wieder schweres Bau-Gerät im
Einsatz.

„Wir machen weiter“, so brachte es Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke auf den
Punkt. „Die Grundidee war es zunächst, die Lenne erlebbar zu machen, sie von
Überwucherung zu befreien und für Zuwegung zu sorgen. Nachdem das gelungen ist,
sollen die Lenne und ihre Promenade nun im nächsten Schritt der Innenstadt und
der Hagener Straße näher gebracht werden.“
„Hochattraktives Ganzes“
Das soll mittels der sogenannten „Stadtspangen“ geschehen. Mit dem Bau der
östlichen wurde nun auf der Parkplatzfläche vor Woolworth begonnen. Hier soll
bis Frühjahr 2017 ein anziehender Platz entstehen.
Die westliche „Stadtspange“ im Bereich der Fingerhutsmühle soll bis Herbst
2017 folgen. Die Gestaltung, Pflasterung und Möblierung der beiden Plätze
entspricht der der Lenne­promenade. Fußgänger und Radfahrer sollen von der
besseren Verbindungs- und Aufhaltequalität profitieren.
„Ein hochattraktives Ganzes“ sieht Stadtbaurat Janke da heranwachsen, eins
das die Menschen vom Radweg in die Stadt hinauflockt, wo der Einzelhandel und
die Gastronomie viel zu bieten haben. Für ihn ist das städtische Bauvorhaben
eine „Initialzündung“, die in Letmathe einiges anstoßen könnte.
Naturnahe Plätze mit Aufhaltequalität
Naturnahe Platzflächen mit reichlich Abstellbügeln für Räder werden
entstehen. An der „Stadtspange Ost“ im Bereich Hagener Straße/Langer Kummer
wurden jetzt die Zufahrt zum Parkplatz und die Behindertenparkplätze verlegt.
Vier Parkplätze entfallen auf Dauer ganz.
Die Zufahrt in den Langen Kummer von der Hagener Straße aus ist gesperrt.
Eine Zufahrt und auch Zugang für Fußgänger gibt es nur noch über den Lennedamm
beziehungsweise die Treppe von der Hagener Straße aus. Die Wendefläche ist zur
Zeit beengt. Eine neue Wendeanlage wird gebaut. Die Behälter für Altpapier und
Altglas mussten vorübergehend abgezogen werden. Ausweichmöglichkeiten gibt es an
der Grabenstraße/Ecke Lennedamm, am Saalbau und auf dem Neumarkt.
Einige der Bäume müssen leider weichen, aber es wird neu gepflanzt:
Sogenannte „Purpur-Kirschen“ als pflegeleichte ideale Stadtbäume sollen Schatten
spenden und den Platz begrünen.
Auch eine attraktive Außengastronomie (vor den ehemaligen „Poststuben“) ist
Teil des Platzkonzeptes. Die Gesamtbaumaßnahme kostet etwa eine Million Euro.
Siebzig Prozent davon werden aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau
West“ refinanziert.